Meldungsdatum: 03.07.2026

Stadt informiert zum aktuellen Stand der Arbeiten am Hagenmarkt

Die Bauarbeiten am Hagenmarkt gehen in eine neue Phase. Weitgehend abgeschlossen sind die Tiefbauarbeiten für eine neue unterirdische Infrastruktur. Im Rahmen der Baustellenkoordination haben u.a. die Stadt Braunschweig, die Stadtentwässerung Braunschweig (SE|BS) Abwasserkanäle, die BS Netz Stromleitungen und Telekommunikationsunternehmen Datenleitungen grundlegend erneuert und die tätige Baufirma mit den komplexen Bauarbeiten gemeinsam beauftragt.

 

Es geht nun vor allem oberirdisch weiter. So wurde im südlichen Platzbereich vor den Hausfassaden mit den ersten Pflasterarbeiten begonnen. Diese bewegen sich dann weiter in Richtung Platzmitte. Den aktuellen Stand der Baumaßnahme hat Stadtbaurat Gerold Leppa gestern den Geschäftsbetreiberinnen und -betreibern erläutert und Fragen beantwortet. 

 

Erläutert wurde dabei auch, dass die Stadtverwaltung Potentiale hebt, um den Gesamtablauf zu beschleunigen. So sollen etwa die Kanalarbeiten der SE|BS im Bereich der Hagenbrücke und die dort noch zu legenden Hausanschlüsse jetzt in geschlossener Bauweise, also unterirdisch, mithilfe der Methode des „Linerns“ gelegt werden. Dieses beschleunigende Vorgehen ist nicht zuletzt auch eine Reaktion auf die inzwischen mehrwöchigen Verzögerungen, die durch die lange Winterunterbrechung und die Vielzahl archäologischer Funde und die daraus resultierenden, gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen und Dokumentationen vor Ort entstanden sind.

 

Vorgesehen ist derzeit, im September die Ost-West Fahrbeziehung im Norden des Platzes auf die Südseite der Stadtbahn zu verlagern. Nördlich der Stadtbahntrasse wären dann noch zwei aktive Baufelder bis voraussichtlich November in Arbeit. Eine Befahrbarkeit des Bohlwegs aus Richtung Wendenstraße in Nord-Süd-Richtung ist aller Voraussicht nach ebenfalls im September wieder gegeben. Die Radverkehrsflächen am Platz und in der Wendenstraße wären dann auch schon fertiggestellt. Damit werden die umfangreichen Bauarbeiten und Sperrungen im Umfeld des Hagenmarkts im Spätsommer weitgehend abgeschlossen sein.

 

Derzeit laufen die Montagearbeiten für die Cortenstahleinfassung der südlichen Mulde und der Einbau der Einfassungen des östlichen Radwegs. Im westlichen Bereich des Hagenmarktes wurde die Wasserleitung umgeschlossen. Dafür folgen noch die erwähnten Hausanschlüsse. Die Stromtrasse ist dort ebenfalls schon fertig, auch hier sind noch Hausanschlüsse zu legen.

 

Zu den bereits abgeschlossenen Tiefbauarbeiten zählen unter anderem eine komplett neue Brunnenkammer für den Heinrichsbrunnen sowie zahlreiche Versorgungsleitungen im Platz und im Straßenraum. Im Bereich des Platzraums um den Heinrichsbrunnen wurden zudem vier von fünf Pflanzgruben ausgehoben und zum Großteil schon weitergehend mit Versorgungsleitungen versehen, mit einer Cortenstahlrahmung eingefasst und mit Pflanzsubstrat wieder gefüllt. Damit sind die Voraussetzungen erfüllt, im Spätjahr 2026 auch die Bepflanzung dieser Gruben vorzunehmen.

 

Die Neugestaltung des Hagenmarkts: Das wird gemacht

 

Mit dem neugestalteten Hagenmarkt erhält Braunschweig einen weiteren lebhaften Stadtplatz. Eine ausgedehnte Fläche mit Sitzgelegenheiten wird neben Aufenthaltsqualität zugleich Raum für kleine Veranstaltungen bieten. Die Gastronomie erhält großzügige Freisitzflächen. Mit viel Grün und einem innovativen Regenwassermanagement wird der Hagenmarkt künftig zugleich einen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas leisten.

 

In Arbeit ist eine dem Klimawandel angepasste Gestaltung mit umfangreicher Entsiegelung der Flächen, der Neupflanzung von insgesamt über rund 80 Bäumen und Gehölzen unterschiedlicher Größenordnung in vier Pflanzbeeten und einem Regenwassermanagement, das darauf abzielt, möglichst viel Niederschlagswasser aufzufangen, zu speichern und zur Bewässerung zu nutzen.

 

Entstehen wird ein zeitgemäßer, grün geprägter Stadtplatz mit vielen Sträuchern und Bäumen, der zugleich das Prinzip Schwammstadt verkörpert. Seine Klimawirkung wird ganz wesentlich über die des ehemaligen Bestands der Rasenfläche hinausgehen. Verwendet werden klimawandelresistente Gehölze diverser Baumarten, die auch Schatten und Kühlung an heißen Sommertagen versprechen.

 

Straßenraum und Kreuzung werden parallel umgebaut mit Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr. Dabei werden auch die Ver- und Entsorgungsleitungen durch die jeweiligen Unternehmen erneuert.