Meldungsdatum: 09.07.2026
Die erste Hitzewelle des Jahres mit Temperaturen nahe 40 Grad liegt hinter uns. Auch in den kommenden Tagen und Wochen bleibt es sommerlich heiß, größere Mengen Regen sind erst einmal nicht in Sicht.
Diese Bedingungen setzen den Gewässern zu. Darum appelliert die Untere Wasserbehörde des Kreises Recklinghausen an die Bevölkerung, möglichst wenig Wasser aus den Flüssen und Bächen zu nehmen, um die Gewässer und die dort heimischen Lebewesen zu schützen.
„Durch die Hitze und Trockenheit sinken die Wasserstände in den Oberflächengewässern rasch. Gleichzeit kommt zu wenig Wasser nach. Für Fische, Kleinstlebewesen und Pflanzen in den Gewässern kann dies zur Bedrohung werden“, erklärt Mathias Stöhr, Leiter der Unteren Wasserbehörde. Der Lebensraum schränke sich immer weiter ein und das wenige Wasser werde für viele Organismen zu warm.
„In so einer Situation sind Entnahmen für die Flüsse, Bäche, Teiche und Seen schädlich. Darum sollte auf die Entnahmen von Wasser aus der Natur unbedingt verzichtet werden“, so Stöhr. Erholen können sich die Gewässer erst, wenn es häufigere und längere Regenphasen gibt.
Kreis hat kritische Gewässerstellen im Blick
Um immer einen aktuellen Überblick über die Lage im Kreisgebiet zu haben, sind Beschäftigte der Unteren Wasserbehörde regelmäßig in den zehn Städten unterwegs und schauen sich die kritischen Gewässerstellen genau an. Sie stehen außerdem in engem Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Kommunen im Regierungsbezirk Münster. Gemeinsam behalten sie die Entwicklung der Wasserstände im Blick und beraten in kurzen Abständen, ob weitere Maßnahmen notwendig sind.
„Das könnte beispielsweise das Erlassen einer Allgemeinverfügung sein, die die Wasserentnahme zum Schutz der Gewässer reguliert“, sagt Mathias Stöhr. „Wir hoffen, dass das nicht nötig sein wird, wenn alle freiwillig bestmöglich auf Wasserentnahmen aus Gewässern verzichten.“
Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Lena Heimers, Telefon: 02361/53-4712, E-Mail: l.heimers@kreis-re.de
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