Meldungsdatum: 13.07.2026
Heuschrecken, Schmetterlinge, Fliegen, Bienen, Zikaden – diese und noch viel mehr Insekten tragen bedeutend zur Biodiversität bei. Der Juli ist ein geeigneter Zeitpunkt, um besonders gut die Vielfalt der Insekten zu beobachten, zu fotografieren – und zu melden.
In den letzten Jahrzehnten ist die Artenvielfalt der Insekten unter anderem durch den Verlust und die Verinselung von Lebensräumen, Strukturverarmung der Landschaft und den Einsatz von Pestiziden drastisch zurückgegangen. Durch die Teilnahme am Wettbewerb und das Melden von Insektenbeobachtungen, können Naturinteressierte zur Erforschung der Insekten beitragen. Die Daten fließen in die Wissenschaft und den Naturschutz ein.
Deshalb rufen die Biologische Station und die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Recklinghausen zusammen mit dem LWL-Museum für Naturkunde in Münster des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und der Naturbeobachtungsplattform Observation.org und den regionalen Partnern die Menschen im Kreis auf, ihre Naturbeobachtungen bei Observation.org oder in der App ObsIdentify zu melden. In der App können im Rahmen des Wettbewerbs „Arten-Olympiade 2026“ die fotografischen Beobachtungen hochgeladen werden. Alle Interessierten können mitmachen und über das gesamte Jahr hinweg die Natur erforschen.
Insekten sind die artenreichste Gruppe weltweit mit etwa einer Million beschriebener Arten. Sie leben in einer Vielzahl von Lebensräumen und einige von ihnen sind hoch spezialisiert. Deutschlands größter Käfer der Hirschkäfer zum Beispiel, ist bekannt durch sein eindrucksvolles „Geweih“ und kommt vor allem in Alt- und Totholzbeständen vor. Er ist heutzutage als stark gefährdet eingestuft. Viele Insekten haben wichtige Aufgaben in unserem System. Sie fungieren als Bestäuber von Wild-, Kultur- und Ackerpflanzen oder erfüllen weitere wichtige Funktionen wie Zersetzung oder dienen als Nahrungsgrundlage für andere Tiere.
Mit Hilfe der gesammelten Beobachtungen von Insekten, können zum Beispiel Verbreitungsmuster analysiert und nachhaltige Schutzmaßnahmen entwickelt werden.
Für Interessierte stehen Informationen zu dem Projekt „Arten-Olympiade 2026“ auf der Website bereit:
http://www.arten-olympiade.lwl.org
Teilnehmende finden ihre Ergebnisse in der App ObsIdentify und Interessierte finden die Ergebnisse der Aufrufe auf Stadt-Ebene hier:
https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2026/
Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Svenja Küchmeister, Telefon: 02361/534512, E-Mail: s.kuechmeister@kreis-re.de
Herausgeber: Kreis Recklinghausen
Öffentlichkeitsarbeit
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