Meldungsdatum: 14.07.2026

Chance2go 2026: Über 250 Jugendliche beraten – Ausbildungsplatz direkt vor Ort vermittelt

Kurz vor den Sommerferien hat der Aktionstag „Chance2go – #lastminutejobticket“ erneut gezeigt, wie direkte, niedrigschwellige Berufsorientierung wirken kann. Mehr als 250 Jugendliche ohne Anschlussperspektive nutzten das Angebot am Campus Vest Recklinghausen, an den Berufskollegs Ostvest, Castrop-Rauxel und Gladbeck sowie am Hans-Böckler- und Paul-Spiegel-Berufskolleg. Das Ergebnis: konkrete Perspektiven, neue Kontakte – und ein direkt vor Ort vermittelter Ausbildungsplatz.

Beratung, die ankommt
Die Beratung fand nicht in Behörden statt, sondern direkt in den Schulen. „Wenn Beratung dorthin kommt, wo die Jugendlichen sind und alle Partner an einem Tisch sitzen, entstehen schnell Lösungen. Unser Ziel ist es, dass niemand nach dem Schulabschluss ins Leere läuft“, erklärt Nina Franiczek von der Kommunalen Koordinierung (KoKo) des Kreises Recklinghausen.

Vor Ort waren alle relevanten Partner gebündelt: Die Agentur für Arbeit mit der Berufsberatung und dem Arbeitgeberservice, Schulsozialarbeit, Jugendberufshilfe, Bildungsträger, Kammern und Jobcenter. „Dass die Aktion auch im zweiten Jahr so gut angenommen wurde, bestätigt unseren Ansatz. Direkte Hilfe, unkompliziert und zielgerichtet, kommt an. Wir sind dort, wo wir die jungen Menschen wirksam unterstützen können“, sagt Fabian Kleinherne vom Jobcenter Kreis Recklinghausen.

Konkrete Ergebnisse statt nur Orientierung
Neben Beratung stand vor allem die direkte Vermittlung im Fokus. Es wurden Bewerbungen besprochen, Bewerbungsfotos gemacht, Kontakte zu Betrieben hergestellt, Praktika angeboten und Gespräche vereinbart. Ein besonderer Erfolg: Eine Jugendliche erhielt noch während der Veranstaltung eine feste Zusage für einen Ausbildungsplatz.

„Viele Betriebe suchen kurzfristig Auszubildende. Durch die Aktion 'Telefoniere dich zum Ausbildungsplatz' und die Beratung vor Ort bringen wir beide Seiten direkt zusammen. Das spart Zeit und schafft echte Chancen“, weiß Sabrina Kantner, Teamleiterin bei der Agentur für Arbeit zu berichten.

Wirkung bestätigt
Eine digitale Umfrage unter den Teilnehmenden zeigt, dass Chance2go die Jugendlichen weiterbringt. Sie nahmen konkrete Kontakte, neue Ideen und klare nächste Schritte mit – sei es im Bereich Ausbildung, Praktikum oder schulische Weiterbildung.

Nach dem erfolgreichen Pilot 2025 sehen sich Organisatoren und Mitwirkende bestärkt, das Angebot kontinuierlich weiterzuentwickeln. Chance2go im Kreis Recklinghausen soll als feste, jährliche Institution im Beratungsangebot etabliert werden.

Hintergrund: Mit der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW“ (KAoA) hat Nordrhein-Westfalen ein flächendeckendes System geschaffen, das Jugendlichen den direkten Einstieg in Ausbildung oder Studium erleichtert. Im Kreis Recklinghausen wird KAoA seit dem Schuljahr 2013/2014 erfolgreich umgesetzt. Sämtliche öffentliche und mehrere private Schulen im Kreis Recklinghausen beteiligen sich daran und begleiten pro Jahrgang rund 6.000 Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in die berufliche Zukunft. Die Kommunale Koordinierungsstelle (KoKo) der Kreisverwaltung Recklinghausen, kofinanziert durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union, vernetzt und koordiniert hierfür Schulen, Wirtschaft, die Bundesagentur für Arbeit, das Jobcenter und weitere Partner. Sie organisiert vielfältige Angebote zur Berufs- und Studienorientierung und fördert die kontinuierliche Weiterentwicklung der Initiative vor Ort.

Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Lena Heimers, Telefon: 02361/53-4712, E-Mail: l.heimers@kreis-re.de


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