Meldungsdatum: 14.07.2026
Zum 1. August startet in Gladbeck ein zukunftsweisendes Pilotprojekt: Der Kreis Recklinghausen, die Jordan-Mai-Schule (JMS) und der Caritasverband Gladbeck haben eine Kooperationsvereinbarung zum Einsatz systemischer Schulassistenzen geschlossen. Ziel ist es, Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf noch besser im Schulalltag zu begleiten und gleichzeitig die gesamte Schulgemeinschaft zu stärken.
Die systemischen Schulassistenzen unterstützen Schülerinnen und Schüler direkt im Unterricht sowie im gesamten schulischen Alltag. Dabei steht nicht die klassische Einzelbegleitung im Mittelpunkt, sondern ein flexibler und gemeinschaftlicher Ansatz: Die Schulassistenzen begleiten Kinder bedarfsgerecht im Klassenverband, in Kleingruppen oder in individuellen Situationen – immer in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Lehrkräften der Schule.
Insgesamt werden ab dem kommenden Schuljahr 43 Mitarbeitende der Caritas als Schulassistenzen im Rahmen des neuen Projektes an der Förderschule tätig sein. Die Pilotphase ist zunächst für zwei Schuljahre angelegt und wurde im Rahmen eines Vergabeverfahrens ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt der Caritasverband Gladbeck, der bereits seit vielen Jahren eng mit der Schule kooperiert.
Ein großer Vorteil liegt für Patrick Hundt, Fachdezernent Soziales und Gesundheit beim Kreis Recklinghausen, auch im Abbau von Bürokratie. „Wir konzentrieren nicht nur die Ansprechpartner für Schule und Träger, sondern machen es auch für die Kinder und Familien einfacher, die bislang mit einer Einzelunterstützung begleitet wurden. Anträge und bürokratische Verfahren fallen mit der systemischen Schulassistenz weg.“ Außerdem profitieren von dem System auch die Kinder, die bislang keine Unterstützung erfahren haben.
„Wir freuen uns sehr, dass wir Teil des Pilotprojektes sind“, sagen Conni Heinbach und Judith Schröder vom Leitungsteam der JMS „Besonders freuen wir uns darauf, dass viele Prozesse durch die direkte und enge Kooperation mit dem Caritasverband deutlich einfacher und alltagstauglicher für uns werden. Für unsere Schülerinnen und Schüler erhoffen wir uns genau so viel Unterstützung wie nötig und so viel Selbstständigkeit wie möglich.“
Aufgaben der Schulassistenzen
Die Aufgaben der Schulassistenzen reichen von lernbegleitender Unterstützung über Hilfe in sozialen Situationen bis hin zur Begleitung in Pausen, bei Ausflügen oder im Schwimmunterricht. Gleichzeitig sollen sie zur Verbesserung des sozialen Klimas in den Klassen beitragen, etwa durch Unterstützung bei der Emotionsregulation, der Konfliktprävention und der Förderung sozialer Kontakte.
„Es ist ein spannendes und auch herausforderndes Projekt für uns und unsere Mitarbeitenden in der Schulassistenz“, ergänzt Stefan Mühlenbeck, Abteilungsleitung Beratung und Teilhabe bei der Caritas in Gladbeck. “Es wird vor allem darauf ankommen, den Perspektivwechsel von der individuellen zu systemischen Ausrichtung der Arbeit zu gestalten.“
Neben der JMS wird das Pilotprojekt an einer zweiten Förderschule im Kreis Recklinghausen umgesetzt. Dabei handelt es sich um die Haldenwang-Schule in Dorsten, die ab dem kommenden Schuljahr mit der AWO im Bereich der systemischen Schulassistenzen zusammenarbeiten wird.
Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Lena Heimers, Telefon: 02361/53-4712, E-Mail: l.heimers@kreis-re.de
Herausgeber: Kreis Recklinghausen
Öffentlichkeitsarbeit
Kurt-Schumacher-Allee 1
45655 Recklinghausen
Telefon: 0 23 61 / 53 45 12
Web: https://www.kreis-re.de
E-Mail: pressestelle@kreis-re.de
Sämtliche Texte und Fotos können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden, Belegexemplare sind willkommen.
Die Pressestelle " Kreis Recklinghausen" ist Mitglied bei presse-service.de [ www.presse-service.de]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und als RSS-Feed oder E-Mail abonnieren.