Meldungsdatum: 14.08.2026
Zwei Millionen Euro soll das Sportförderpaket enthalten, das die Stadt Braunschweig aus dem kommunalen Investitionsförderprogramm des Landes geschnürt hat. 15 Maßnahmen von bis zu einer halben Million Euro für insgesamt zwölf Vereine legt die Verwaltung jetzt dem Sportausschuss zur Beschlussfassung vor. Erfolgt diese, können die Projekte noch in diesem Jahr in die Umsetzung gehen. Damit würde sich in diesem Jahr der Etat für die Zuschüsse im Sport praktisch verdoppeln. Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum hatte vorgeschlagen, zwei von den insgesamt 19 Millionen Euro, die die Stadt aus den Landesmitteln erhält, für Investitionen der Sportvereine vorzusehen.
„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, eine so große Menge an Projekten, für die die Sportvereine dringend städtische Unterstützung brauchen, mit diesen Mitteln zu ermöglichen. Damit können wir gemeinsam auf einen Schlag die Bedingungen für den Sport in Braunschweig an ganz vielen Stellen noch einmal deutlich verbessern. Die ganze Breite des Angebots von Fußball und Hockey bis zu Segelfliegen, Ballett, Rudern und Golf profitiert davon. Braunschweig ist eine Sportstadt, deshalb war es mir wichtig, dass der Sportbereich ein Schwerpunkt für die Verwendung der Landesmittel wird.“
Bei den Projekten handelt es sich um Vorhaben der Vereine, die diese selbst finanzieren, für die sie jedoch Zuschüsse der Stadt benötigen. Das besondere an dieser Landesförderung ist, dass die Stadt bis zu 75 Prozent der Kosten übernehmen kann. In den vergangenen Monaten hat daher das Sportreferat gemeinsam mit den Vereinen die genauen Höhen ausverhandelt, damit am Ende alle ihre Projekte finanzieren können. Das ist gelungen. Durch die große Kooperations- und Innovationsbereitschaft der beteiligten Vereine können so Maßnahmen zwischen rund 8.000 Euro und einer halben Million Euro gefördert werden.
Dies sind die vorgeschlagenen Förderprojekte:
Bis zu etwa 8.800 Euro für die Anschaffung eines Segelflugzeugtransportanhängers)
Bis zu 7.635 Euro für die Anschaffung einer Airfloor-Luftmatte
Bis zu 97.500 Euro für die Errichtung eines Padel-Courts
Bis zu 500.000 Euro für den Neubau des Tennisheims
Bis zu 130.000 Euro für den Bau eines Tanz- und Ballettsaals
Bis zu 132.810 Euro für eine neue Beregnungsanlage
Bis zu etwa 277.970 Euro für den Neubau der Leichtathletikanlage des Polizeistadions
Bis zu rund 16.000 Euro für die Anschaffung einer Airfloor-Luftmatte
Bis zu 300.000 Euro für den Neubau und Sanierung des Bootshauses am Maschplatz
Bis zu etwa 9.875 Euro für den behindertengerechten Zugang für die Turnhalle
Bis zu 107.100 Euro für die Errichtung einer Flutlichtanlage auf dem Fußball-B-Platz
Bis zu rund 16.900 Euro für den Einbau einer Beregnungsanlage für den Fußball-C-Platz
Bis zu rund 93.600 Euro für die Errichtung eines Padelcourts
Bis zu etwa 229.410 Euro für die Errichtung eines 5. Tennisplatzes sowie einer Flutlichtanlage
Bis zu etwa 99.650 Euro für die Errichtung von zwei Ganzjahrestennisplätzen mit Flutlichtanlage)
Weitere vom Land geförderte und von der Stadt durchgeführte Maßnahmen wie die Umwandlung der Laufbahn der Bezirkssportanlage Stöckheim in Kunststoffausführung und die Umwandlung des Tennenplatzes auf der Sportanlage Querum zu einem Kunststoffrasenplatz sind bereits im Bau bzw. in der fortgeschrittenen Planung. Die Fertigstellungen dieser beiden Maßnahmen sind in den Jahren 2026 und 2027 geplant.
Hintergrund: Ende 2024 hatten die niedersächsische Landesregierung und die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände eine Beteiligung der Kommunen am Jahresüberschuss des Landes aus dem Haushaltsjahr 2024 besprochen. Mit dem „Pakt für Kommunalinvestitionen“ wurde im März dieses Jahres beschlossen, dass aus diesem Jahresüberschuss insgesamt 600 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden für ein Landesförderprogramm, das die Mittel an die Kommunen weiterleitet.
Rund 19 Millionen Euro erhält Braunschweig aus der „Kommunalfördergesetzverordnung des Landes Niedersachsen. Die Mittel sollen gemäß Ratsbeschluss sollen für wichtige Investitionsprojekte in den Bereichen Sport, Bildung und Feuerwehr bzw. Katastrophenschutz eingesetzt werden. Dazu gehören etwa der Neubau einer Schulsporthalle für die Grundschule Melverode, der ersatzbau für die Feuerwehr Geitelde/Stiddien und Fahrzeuge für die Feuerwehr.
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