Meldungsdatum: 04.09.2026

Für die digitale Transformation der Verwaltung: Stadt legt Innovationsstrategie vor

Unter der Überschrift „Digitale Transformation der Verwaltung durch KI, Cloud und Daten“ schlägt die Stadt Braunschweig dem Rat eine Innovationsstrategie zur Beschlussfassung vor. Sie formuliert konkrete Schritte und Inhalte, wie moderne digitale Technologie für die effiziente und bürgerfreundliche Verwaltung eingesetzt werden kann.

 

„Die Zukunft der Verwaltung ist digital“, sagt Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. „Innovative Technologien gewinnen für die digitale Transformation der Verwaltung zunehmend an Bedeutung. Sie sind für uns kein Selbstzweck, sondern bieten das Potenzial, moderne Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger leichter, effektiver und schneller bereitzustellen. Verwaltungsprozesse können optimiert, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlastet werden.“ Zugleich, so der OB weiter, erfordere ihr Einsatz eine abgestimmte Betrachtung technologischer, organisatorischer und rechtlicher Anforderungen.

 

Die Innovationsstrategie erstreckt sich auf drei Teilbereiche:

 

Beim Thema KI stehen konkrete Pilotprojekte und der Aufbau von Kompetenzen im Mittelpunkt. Vorgesehen sind unter anderem interne KI-Assistenten, Unterstützung bei der Antragsbearbeitung und die automatisierte Transkription von Gremiensitzungen. Für Bürgerinnen und Bürger wird der Webseiten-Chatbot

weiterentwickelt und eine KI-Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen geprüft. Schulungen und eine Dienstvereinbarung sollen einen einheitlichen und verantwortungsvollen Einsatz sicherstellen.

 

Für den Einsatz von Cloud-Lösungen wird ein verbindlicher strategischer und organisatorischer Handlungsrahmen erarbeitet, der insbesondere Anforderungen an IT-Sicherheit, Datenschutz und digitale Souveränität festlegt. Parallel werden Kollaborationsplattformen für gemeinsames Arbeiten, Kommunikation und Workflows pilotiert, Beschäftigte rollenbezogen qualifiziert und eine cloudbasierte Lösung für das Personal- und Organisationsmanagement eingeführt.

 

Im Bereich Daten steht der Aufbau einer Urbanen Datenplattform als zentrale Datendrehscheibe im Mittelpunkt. Sie soll Datensilos verbinden und Geo-, Statistik-, Echtzeit- und Sensordaten über offene Standards und Schnittstellen integrieren. Darauf aufbauend werden digitale Zwillinge für Klima, Verkehr und Stadtplanung entwickelt. Datengovernance, ein Metadatenkatalog, Self-Services für den Datenabruf und ein erweitertes Open Data-Angebot sollen die Qualität und Auffindbarkeit von kommunalen Daten verbessern.

 

Darüber hinaus formuliert die Strategie grundlegende Prinzipien für Innovationsprojekte. Dazu zählen Datensicherheit, IT-Sicherheit, digitale Souveränität, Barrierefreiheit, Gleichstellung und Diskriminierungsfreiheit. Alle Einzelheiten in der Innovationsstrategie, Anlage zu Beschlussvorlage 26-29470 im Anhang oder unter www.braunschweig.de/ratsinfo. Nach Vorberatungen im Ausschuss für Finanzen, Personal und Digitalisierung sowie im Verwaltungsausschuss entscheidet der Rat in seiner Sitzung am 29. September.


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Beschlussvorlage 26-29470 Innovationsstrategie für Braunschweig