Meldungsdatum: 10.09.2026

OB: „Enorme Kompetenz und Innovationskraft der Werke nutzen“

- Spitzen der Städte haben sich mit dem Volkswagen-Konzern ausgetauscht

Die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister der deutschen Volkswagen-Standorte haben sich  gestern mit Thomas Schäfer, Mitglied im Konzernvorstand und Vorsitzender Marke Volkswagen  getroffen. Dabei erläuterte Schäfer den Zukunftsplan 2030 des Konzernvorstands, dem in der vergangenen Woche der Aufsichtsrat einvernehmlich zugestimmt hatte.

 

Einig waren sich die kommunalen Spitzen, dass insbesondere die gewaltige Zahl an Billigimporten aus China den Wettbewerb im europäischen Automarkt stark verzerrt. Notwendig seien deshalb schnelle Entscheidungen auf europäischer Ebene durch Einführung von Ausgleichszöllen und "Made in Europe"-Regeln. Es war ein intensiver und konstruktiver Austausch, bei dem die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister die spezifischen Situationen an den jeweiligen Standorten angesprochen haben.

 

OB Dr. Thorsten Kornblum: „Ich danke dem Vorstand der Volkswagen AG für diesen Austausch, der auch in Zukunft fortgesetzt werden sollte. Wir Städte begleiten den großen Transformationsprozess, vor dem VW steht, konstruktiv. Auftrag des Vorstandes und der Anteilseigner muss sein, Werksschließungen mit allen Mitteln zu verhindern, Beschäftigung zu erhalten und konkrete Zukunftslösungen für alle Standorte zu entwickeln. Gemeinsam kämpfen wir für jeden Arbeitsplatz! Die enorme Kompetenz und Innovationskraft, die es gerade auch in unserem Braunschweiger Werk gibt, gilt es zu nutzen und Volkswagen insgesamt wettbewerbsfähig für die Zukunft aufzustellen. “

 

Diskutiert wurden in dem Gespräch u.a. die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wie Bürokratie, Energiepreise, Kosten, Steuern, Regulatorik, staatliche Fördermaßnahmen sowie der Handlungsbedarf zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Ausführlich wurde in der Runde über das veränderte geopolitische Umfeld mit Schutzzöllen in den USA und massiven staatlichen Subventionen für Industrieunternehmen in China gesprochen. Es wurde vereinbart, diesen Austausch in regelmäßigen Abständen fortzusetzen.