Meldungsdatum: 11.09.2026

Johannes-Kessels-Akademie: Perspektive bis 2031

Für die Johannes-Kessels-Akademie (JKA) in Gladbeck zeichnet sich eine Perspektive bis zum Ende des Schuljahres 2030/2031 ab. Die Kreisverwaltung Recklinghausen schlägt dem Kreistag vor, die bisherige Förderung bis zu diesem Zeitpunkt zu verlängern und dafür weitere 500.000 Euro bereitzustellen. Über den Vorschlag entscheidet die Politik in der Kreistagssitzung am 28. September. „Gemeinsam mit allen Beteiligten haben wir an einer verantwortungsvollen Lösung gearbeitet, die vor allem den Schülerinnen und Schülern sowie den Beschäftigten Verlässlichkeit gibt“, sagt Landrat Bodo Klimpel.

Gladbecks Bürgermeisterin Bettina Weist zur vorgeschlagenen Lösung: „Die Johannes-Kessels-Akademie ist seit vielen Jahren ein wichtiger Teil unserer Bildungslandschaft. Natürlich bedauere ich, dass der Betrieb 2031 definitiv ausläuft. Wir haben in den vergangenen Monaten sehr viele Gespräche geführt mit dem Ziel, die vorzeitige Schließung abzuwenden. Das ist uns gelungen. Die Perspektive bis 2031 gibt uns jetzt ausreichend Zeit, gemeinsam einen guten Übergang vorzubereiten und dabei vor allem die Interessen der Schülerinnen und Schüler im Blick zu behalten. Wir werden daher dem Rat der Stadt in der kommenden Sitzung den Vorschlag unterbreiten, die JKA für den Übergangszeitraum bis 2031 ebenfalls mit jeweils 50.000 Euro zu unterstützen.“

Die Zukunft des Gladbecker Standortes beschäftigt die Beteiligten bereits seit mehreren Jahren. Hintergrund ist die Ankündigung des Bistums Essen aus dem Frühjahr 2022, den Eigenanteil für den Betrieb der Akademie ab 2023 nicht mehr in voller Höhe tragen zu können und die Förderung bis Ende 2026 schrittweise deutlich zu reduzieren. Um den Fortbestand des Berufskollegs zu sichern, ist deshalb seit 2023 auch der Kreis Recklinghausen in die Finanzierung eingestiegen.

Bis einschließlich 2028 hat der Kreis eine Förderung von insgesamt 812.000 Euro beschlossen. Diese soll nun letztmalig bis zum Ende des Schuljahres 2030/2031 verlängert werden. Dafür sollen weitere 500.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Die Voraussetzung dafür war die Zusage des Bistums Essen, die JKA bis 2031 weiterhin mit jährlich mindestens 200.000 Euro zu unterstützen sowie die Bereitschaft der Stadt Gladbeck, zur Schließung der finanziellen Deckungslücke die JKA mit jährlich 50.000 Euro zu fördern.

Die zusätzlichen 500.000 Euro führen nach aktueller Planung zu keiner zusätzlichen Belastung des Kreishaushalts. Sie können aus nicht verausgabten Haushaltsmitteln und Einsparungen innerhalb des Fachdienstes Bildung finanziert werden.

Die Vereinbarung ist das Ergebnis eines seit 2022 laufenden Abstimmungsprozesses zwischen JKA, Bistum, Stadt und Kreis. Dabei wurden die Entwicklung der Schülerzahlen, der Fachkräftebedarf und die vorhandenen Ausbildungskapazitäten in der Region betrachtet. Die Beteiligten sind gemeinsam zu dem Ergebnis gekommen, den Standort bis 2031 abzusichern und anschließend geordnet auslaufen zu lassen. „Der Kreis würde mit Unterstützung der Politik noch einmal erhebliche Mittel für den Übergang bereitstellen. Gleichzeitig ist klar: Mit dem Ende des Schuljahres 2030/2031 endet die Förderung. Eine weitere Finanzierung durch die öffentliche Hand soll mit der jetzigen Beschlussfassung ausgeschlossen werden“, erklärt Kreisdirektor Dominik Schad. Ebenso wird auch das Bistum Essen im Jahre 2031 aus der Förderung aussteigen.

Eine Unterversorgung mit Ausbildungsplätzen im Sozial- und Gesundheitswesen ist nach derzeitigem Stand nicht zu erwarten. Die öffentlichen Berufskollegs in der Region können entsprechende Angebote sicherstellen und bei Bedarf ausbauen. Insbesondere in Marl und Dorsten bestehen dafür entsprechende Möglichkeiten.

Die Johannes-Kessels-Akademie ist ein katholisches Berufskolleg und eine staatlich genehmigte Ersatzschule. Am Standort Gladbeck bildet sie junge Menschen für Berufe im Sozial- und Gesundheitswesen aus und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region.

Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Svenja Küchmeister, Telefon: 02361/534512, E-Mail: s.kuechmeister@kreis-re.de


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JKA 2026

©  Kreis Recklinghausen, Tim Deffte
JKA 2026

Landrat Bodo Klimpel, Bürgermeisterin Bettina Weist und Kreisdirektor Dominik Schad vor der Johannes Kessels Akademie in Gladbeck (v.l.).