Meldungsdatum: 17.09.2026

Blindgängerverdacht nordöstlich von Leiferde: Evakuierung am 16. Oktober

Bei Sondierungsarbeiten hat sich nordöstlich von Leiferde ein Verdachtspunkt für einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ergeben. Um die mehrere Meter tief im Erdreich liegende mutmaßliche Fliegerbombe freilegen und entschärfen zu können, müssen am Freitag, 16. Oktober, alle etwa 4200 Bewohnerinnen und Bewohner im Umkreis von einem Kilometer um den Fundort bis 8 Uhr ihre Häuser verlassen. Der Evakuierungsbereich erstreckt sich überwiegend über die Stadtteile Leiferde und Stöckheim sowie einzelne Grundstücke im Süden von Rüningen. Der genaue Evakuierungsbereich und die Straßen sind in den Anlagen dargestellt. Eine Allgemeinverfügung wird derzeit erstellt.

 

Der Fundort in Leiferde liegt nicht auf öffentlichen Verkehrsflächen oder bewohnten Grundstücken. Es besteht keine Gefahr, solange der Blindgänger nicht unkontrolliert freigelegt wird.

 

Gesperrt werden am 16. Oktober ab 8 Uhr folgende größere Straßen: Leipziger Straße, Rüninger Weg, Schenkendamm. Die Thiedestraße zwischen Rüningen und Leiferde ist nicht betroffen und für den Verkehr freigegeben. Der Zugverkehr wird im Laufe des Vormittags unterbrochen, die genauen Festlegungen trifft der Kampfmittelbeseitigungsdienst am Einsatztag abhängig vom Fortschritt der Evakuierungsmaßnahmen und Erdarbeiten. Für den betroffenen Bereich wird für die Dauer der Maßnahme ein Flugverbot eingerichtet. Dieses gilt ausdrücklich auch für Drohnen und andere unbemannte Luftfahrtsysteme. Mit erfolgreicher Entschärfung werden alle Sperrungen aufgehoben.

 

Als Ausweichquartier steht ab 8 Uhr die Aula in der Grund- und Hauptschule Rüningen, Thiedestraße 24a, zur Verfügung. Die Braunschweiger Verkehrs-GmbH richtet einen kostenlosen Buspendelverkehr dorthin ein. Die konkreten Fahrwege dazu werden in Kürze veröffentlicht.  Bedient werden die vorhandenen Haltestellen am Fahrbahnrand von Bussen mit der Anzeige „Evakuierung“. Im Laufe des Vormittags wird der sonst übliche Bus- und Straßenbahnverkehr durch das betroffene Gebiet eingeschränkt. Aus durchfahrenden Bussen und Bahnen kann dann in diesem Gebiet nicht mehr ausgestiegen werden. Die BSVG informiert gesondert zu den Auswirkungen auf den Bus- und Stadtbahnverkehr.

 

Wer Hilfe beim Verlassen der Wohnung oder einen Krankentransport benötigt, kann sich ab sofort an die Feuerwehr Braunschweig unter der Telefonnummer 0531/19222 wenden. Unter der Telefonnummer 0531/470-1 steht das Bürgertelefon für allgemeine Informationen gern zur Verfügung.

 

Feuerwehr, Polizei und zentraler Ordnungsdienst werden bis 10:30 Uhr am Einsatztag die evakuierten Straßenzüge überprüfen, damit sich keine Menschen mehr im Evakuierungsgebiet aufhalten. Alle Informationen auch auf www.braunschweig.de.

 

Zur Erläuterung: Die Stadt führt – wie alle Städte in Niedersachsen – systematisch Kampfmittelsondierungen durch. Dabei werden Verdachtspunkte festgestellt und überprüft. Ob es sich dabei tatsächlich um Blindgänger handelt, kann nur geklärt werden, wenn das Objekt freigelegt wird. Stellt sich dann heraus, dass es sich tatsächlich um einen Blindgänger handelt, muss dieser sofort entschärft werden, da Explosionsgefahr bestehen kann. Deshalb ist es nötig, die Aufgrabung des Verdachtspunkts immer schon mit einer Evakuierung zu verbinden.


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Evakuierungsfläche

©  Stadt Braunschweig
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