Meldungsdatum: 24.09.2026
Mit dem Beschluss des Kreistages vom 2. Februar 2026 wurde die Kreisverwaltung beauftragt, gemeinsam mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine Suchthilfeplanung für den Kreis Recklinghausen zu erarbeiten. Die Koordinationsstelle Sucht des LWL begleitet den Prozess fachlich und methodisch und bringt ihre Erfahrungen aus der „Kooperativen Suchthilfeplanung für Kommunen in Westfalen-Lippe“ ein.
„Wir beobachten einen klaren Wandel im Konsumverhalten sowie eine zunehmende Vielschichtigkeit der Problemlagen. So rücken zum Beispiel neue synthetische Substanzen stärker in den Vordergrund und auch medienbezogene Abhängigkeiten nehmen spürbar zu“, unterstreicht Sabine Peisert, Psychiatrie- und Suchtkoordinatorin des Kreises.
Gleichzeitig sehen sich Kommunen und Träger der Sucht- und Drogenhilfe mit angespannten finanziellen Rahmenbedingungen konfrontiert. Vor diesem Hintergrund arbeiten die Akteure im Kreis Recklinghausen gemeinsam daran, bestehende Angebote weiterzuentwickeln und auf aktuelle Bedarfe auszurichten. Die Ziele: Angebote besser aufeinander abstimmen, Versorgungslücken identifizieren und neue Ansätze entwickeln.
„Mit dem Suchthilfeplan schaffen wir eine wichtige Grundlage, um die vorhandenen Unterstützungsangebote gezielt weiterzuentwickeln“, erklärt Patrick Hundt, Leiter des Fachdezernats Gesundheit und Soziales.
Auch die enge Kooperation im Suchthilfesystem ist ein zentraler Baustein des Prozesses: „Eine enge Zusammenarbeit der Akteurinnen und Akteure ist ein wesentlicher Faktor. So können Ressourcen abgestimmt eingesetzt werden“, betont Frank Schulte-Derne, Leiter der LWL-Koordinationsstelle Sucht.
Kreis lädt Interessierte zur Zukunftswerkstatt Suchthilfeplanung
Im Rahmen des Prozesses sind verschiedene Beteiligungsformate vorgesehen. Neben regelmäßigen Abstimmungen der beteiligten Fachstellen findet am Donnerstag, 8. Oktober, ab 9 Uhr eine Zukunftswerkstatt im Forum des Berufskollegs Ostvest in Datteln statt. Eingeladen sind Bürgerinnen und Bürger, Selbsthilfegruppen sowie Fachkräfte unterschiedlicher Institutionen. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven frühzeitig in die Planung einzubeziehen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und den Anmeldelink gibt es unter https://beteiligung.nrw.de/k/-x4N7vi2n.
Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Lena Heimers, Telefon: 02361/53-4712, E-Mail: l.heimers@kreis-re.de
Herausgeber: Kreis Recklinghausen
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