Meldungsdatum: 09.10.2026

Neue Schauspielführung auf Burg Altena

Mit einer neuen Schauspielführung mit dem Titel „1609 – Aufbruch in eine neue Zeit“ lädt der Märkische Kreis ab Herbst zu einer Reise in eine bewegte Zeit ein. Die Besucher erleben die Burg nicht nur als mittelalterliche Festung, sondern erfahren, was hier zu Beginn des 17. Jahrhunderts passiert sein könnte: mittendrin im Jülich-Klevischen Erbfolgestreit.

1609 ist ein Jahr des Umbruchs: Johann Wilhelm der Erste, der letzte Herzog von Jülisch-Kleve-Berg und letzte Graf von der Mark, ist tot. Er hinterlässt keine Kinder. Damit beginnt ein erbitterter Streit um sein Erbe. Brandenburg und Pfalz-Neuburg erheben Ansprüche auf die Gebiete, Truppen werden in Stellung gebracht und die politische Lage wird zunehmend unübersichtlich.

Auf Burg Altena bekommen vor allem die Menschen zu spüren, dass sich etwas verändert. Die Besucher treffen bei der neuen Schauspielführung auf eine Magd und einen Knecht. Die beiden kennen die Burg und ihrer Bewohner bestens und wissen natürlich auch, was sich hinter verschlossenen Türen abspielt. Heimlich führen sie ihre Gäste sogar in die Räume des Adels. Eigentlich ist das „Gesinde“ dort nicht erwünscht und auch der Amtsdroste könnte jederzeit auftauchen.

Während Magd oder Knecht durch die Burg Altena führen, erfahren die Gäste ganz nebenbei, was sich rund um den Erbstreit abspielt. Wem gehört das Land? Wer wird am Ende das Sagen haben? Und auf welcher Seite sollte man besser stehen? Für die Bediensteten ist die politische Situation nicht nur spannend, sondern auch eine große Unsicherheit: Wem kann man tatsächlich noch trauen?

„Mit der Schauspielführung möchten wir zeigen, dass die Geschichte der Burg Altena nicht mit dem Mittelalter endet“, sagt Museumspädagogin Bernadette Lange vom Fachdienst Kultur und Tourismus und ergänzt: „Auch das 17. Jahrhundert war eine spannende Zeit voller politischer Veränderungen und Konflikte. Durch die Perspektive einer Magd oder eines Knechts können unsere Besucherinnen und Besucher diese spannende Geschichte auf eine ganz andere, unmittelbare Art erleben.“

Historische Inhalte mit Schauspiel vermitteln

Die Idee für die neue Führung entstand nach einem Besuch im irischen Partnerkreis Waterford. Dort lernte die Museumspädagogin Bernadette Lange bei einem Aufenthalt unter anderem den Bischofspalast kennen, der ausschließlich im Rahmen von Schauspielführungen besichtigt werden kann. Die Idee, historische Inhalte mit Schauspiel und einer fiktiven Geschichte zu verbinden, wird nun einmal mehr für die Burg Altena aufgegriffen.

Die Schauspielführung dauert etwa 75 Minuten und richtet sich insbesondere an Erwachsene. Pro Gruppe können bis zu 15 Personen teilnehmen. Zwei Gruppen können zeitgleich geführt werden. Die neue Führung „1609 – Aufbruch in eine neue Zeit“ ist ab sofort über die Homepage der Burg Altena unter www.burg-altena.de sowie telefonisch unter 02352 966 7034 buchbar. Kosten: 60 Euro pro Gruppe.

Pressekontakt: Alexander Bange / 02351 966 6150


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Alles andere als eine leichte und unbeschwerte Zeit war das 17. Jahrhundert für (von links) Magd "Clara" (gespielt von Christa Möntmann), Knecht "Matti" (Holger Schroer) und Magd "Magda" (Angelika Kramer). Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis

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Alles andere als eine leichte und unbeschwerte Zeit war das 17. Jahrhundert für (von links) Magd