Westfälische Salzwelten Bad Sassendorf

29.03.2019 | Bad Sassendorf

Letzte Chance "Kohle und Sole" im Erlebnismuseum Westfälische Salzwelten zu sehen

Sonderausstellung zu "Stoffgeschichten zwischen Ruhrgebiet und Hellweg" endet am Sonntag

Die sich großem Publikumszuspruch erfreuende Sonderausstellung "Kohle und Sole. Stoffgeschichten zwischen Ruhrgebiet und Hellweg" des Erlebnismuseums Westfälische Salzwelten ist am Sonntag zum letzten Mal zu sehen. Wer noch einmal einen Blick in die Ausstellung rund um die künftige Bedeutung von Sole und das Zusammenwirken von Ruhrindustrie und Kurortbetrieb werfen möchte, hat noch einmal Gelegenheit, Bad Sassendorf zu besuchen.

 

„Wir haben mit der Ausstellung großen Besucherzuspruch erlebt und ein Thema aufgegriffen, das die Menschen bewegt“, bewertet Dr. Oliver Schmidt, der Leiter der Westfälischen Salzwelten den Erfolg der Sonderschau. „Der Bezug zum Bergbau traf auf das Interesse der Traditionsbewussten, die Verweise auf die nachhaltige Nutzung von Sole als Energiespeicher und die Thematik der Gesundheitsvorsorge als Ewigkeitsaufgabe der Gesundheitsregion am Hellweg sprach auch die Tages- und Kurgäste des Ortes an. Die sonntäglichen Führungen durch die Sonderausstellung erfreuen sich nach wie vor einer großen Beliebtheit“, fasst Dr. Schmidt die Besucherresonanz zusammen.

Im Jahr des Ausstiegs aus dem deutschen Steinkohlenbergbau, also gegen Ende 2018, hatte sich auch das Erlebnismuseum Westfälische Salzwelten dieses Themas angenommen. Die Schau beleuchtete den Zusammenhang von „Kohle und Sole“ als Stoffen, die auch die Menschen der beiden Räume verbinden, indem über einen Perspektivwechsel vom Hellweg auf das Ruhrgebiet geschaut wird. Denn es sind bis heute vor allen Dingen die Menschen aus dem Ruhrgebiet, die östlich des Röllingser Grabens Erholung, Erfrischung, Auszeit und „Wellness“ suchen. Sie folgten gewissermaßen der Kohle, die ursprünglich in die Siedehütten der Hellwegs-Sälzer flossen, um dort aus Sole Salz zu gewinnen. Doch schon bald löste die Sole zunächst das Salz als Hauptattraktion der sich zu Badeorten wandelnden Salineorte ab. Wenn die Steinkohle geht, so wird die Sole bleiben (wenn sie nicht in die Grubenwasserwirtschaft abfließt), und sie wird auch als Energiespeicher für erneuerbare Energien helfen, die Unabhängigkeit von Kohle als Energieträger zu erreichen.Die Beziehung zwischen den beiden Räumen setzt sich also fort, indem die Bergleute und ihre Kinder, die in den Badeorten Gesundheit und Erholung fanden, diese mit ihren wachsenden Angeboten auch in Zukunft anbieten und damit den Zusammenhalt zwischen den Regionen sogar immer weiter erhöhen.

Diese Stoffgeschichten von Energie, Handel, Reichtum, Siechtum und Gesundheit erzählen die Westfälischen Salzwelten jetzt noch bis zum 31.03.2019, Dabei bieten sie traditionell mit innovativen Interaktionsangeboten auf kleinem Raum eine dichte Erlebnisausstellung. Die Ausstellung wurde gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Pressekontakt: Dr. Oliver Schmidt

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Kohle und Sole


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