Presse-Information
19.04.2013 | Wolfsburg

Ode an die Vergesslichkeit

Pflanzaktion im Skulpturenpark beginnt Mitte April

Im Park von Schloss Wolfsburg wird in diesem Jahr eine kindgerechte Skulptur entstehen, die Jung und Alt gleichermaßen anspricht. Schloss Wolfsburg wird von einem englischen Landschaftspark im Osten sowie einem Barockgarten auf der Nordseite umgeben. In den Parkanlagen verbinden sich traditionellerweise Natur und Kunst. Dies den Kindern einfallsreich zu vermitteln und die Tradition von Parkanlagen durch eigenes Tun weiterzuführen ist Ziel des Projekts.

Für die Ausführung der Skulptur konnte der bekannte Künstler Bernhard Martin gewonnen werden, der im Jahr 2008 mit dem Kunstpreis der Stadt Wolfsburg ausgezeichnet wurde und der mit mehreren Werken in der Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg vertreten ist. Die Pflanzaktion dient der Vorbereitung der Skulptur „Ode an die Vergesslichkeit“ von Bernhard Martin, die ab 20. August 2013 im Skulpturenpark, Schloss Wolfsburg zu sehen ist.

Martin hat eine Gartenlaube entworfen, die in die Erde versunken scheint, gerade das Dach lugt noch heraus. Keck wächst aus dem Dach ein Ast, der gekrönt wird von einem unerwarteten Element, einem modischen Schuh.

Um die surreal anmutende Skulptur herum wird ein kleines Labyrinth angelegt, bestehend aus Heckengewächsen. Die Wege bestehen aus Gras, und auf einer kleinen Fläche von ca. 20 x 20 Metern umgeben circa 4 Reihen einen kleinen, kindgerechten Irrgarten. Die Fläche wird neugierig machen und ermuntern, den Weg zu suchen - nicht aber beängstigen. Sich zu verstecken, zu suchen, zu finden ist verlockend — niemand kann verloren gehen. Die gewählten Pflanzen sind sibirischer Hartriegel mit leuchtend roter Rinde im Winter, roter Zierapfel mit reichem, rotem Fruchtstand kleinster Äpfel im Winter und die Schneebeere mit üppigem weißem Beerenbehang im Winter.

Durch den Beeren- und Fruchtstand im Herbst und noch lange in den Winter hinein bietet diese Hecke eine natürliche Futterquelle und die Möglichkeit zum Unterschlupf für Vögel. Die leuchtend roten Triebe des Hartriegels bilden gemeinsam mit den kleinen roten Zieräpfeln und den weißen Beeren eine eindrucksvolle Attraktion zur Winterzeit. Durch gezielte Platzierung von Vogelhäusern, Futterstellen und Nistkästen, wird dieser Teil des Parks so zu jeder Jahreszeit ein lebendiger Ort.

Gemeinsam mit Gartenbauarchitekten werden die Kunstforscher der AWO-Kindertagesstätte „Am Gutshof“ nun den Irrgarten anlegen. Sie werden den Boden vorbereiten, die Pflanzen setzen und im weiteren Verlauf pflegen bis der Irrgarten im Herbst dann die gewünschte Form angenommen hat.

Das Arbeiten mit den Pflanzen und die Teilnahme an der Skulptur ist eine gleichermaßen verantwortungsvolle wie auch sehr sinnliche Erfahrung. Die Kinder erleben das Entstehen eines Kunstwerks und werden die Baumeister des die Skulptur umgebenden Irrgartens. Sie beschäftigen sich intensiv mit der Natur, hören Bienen summen, Vögel singen, erkennen die verschiedenen Farbtöne der Heckengewächse und verfolgen die Veränderung der Skulptur durch die Natur. Da das Gelingen der Anpflanzung von regelmäßiger Pflege abhängig ist, wird auf spielerische Weise Verantwortung gelernt, aber auch das Erfolgserlebnis erfahren.

Pressekontakt: Kommunikation, Elke Wichmann, Tel: 05361/28 24 93