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Iserlohn.
Intensive Erfahrungen machten Mitglieder des Kinder- und Jugendrates und weitere Iserlohner Jugendliche im Alter von sechzehn bis zwanzig Jahren während der vom städtischen Kinder- und Jugendbüro organisierte Gedenkstättenfahrt (17. bis 21. Oktober) nach München und Dachau.
Im Rahmen eines zweitägigen Seminars unter dem Titel „München – Dachau“ forschten die zwanzig Teilnehmer am ersten Tag im NS-Dokumentationszentrum zur nationalsozialistischen Ausgrenzungsgesellschaft und zu deren Entstehungsgeschichte in München, der „Hauptstadt der Bewegung“. Am zweiten Tag erfuhren die Teilnehmer vieles über den Alltag im KZ Dachau, der heutigen Gedenkstätte, wobei sie unter fachkundiger Begleitung eines Historikers gruppenweise Vorträge erarbeiteten. Bei einer Stadtführung unter dem Titel „München zur Zeit des Nationalsozialismus – Hauptstadt der Bewegung – Widerstand“ am dritten Tag der Gedenkstättenfahrt erfuhren alle Teilnehmer unter anderem, wie mutig die Geschwister Scholl und andere junge Menschen passiven Widerstand leisteten und versuchten, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden friedlichen Mitteln das gewalttätige, Tod bringende Naziregime zu stoppen.
Am Ende waren sich alle einig: Eine Naziherrschaft darf es nie wieder geben. Diese Botschaft haben die Jugendlichen mit nach Hause genommen und wollen sie weitergeben.
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