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Stadt Hanau

 

03. Juni 2019

Kulturstätte „RadWerk“ schon mit erstem Leben erfüllt: Oberbürgermeister Kaminsky besucht Radladen und Café

Im Gebäudekomplex der ehemaligen Druckerei Ingra entsteht ein offenes Haus mit Geschichten und Geschichte – in erster Linie mit Bezug zu Klein-Auheim. „RadWerk“ heißt diese Kulturstätte, hinter der sich freilich mehr verbirgt als die umfangreichste Sammlung mit Bauer-Rädern, die einst im Stadtteil hergestellt wurden. „Günther’s Ratladen“ hat dort schon geöffnet, ebenso die „Kuchen Stil Manufaktur“ für das leibliche Wohl. Beiden Ladenbetreibenden gratulierte Oberbürgermeister Claus Kaminsky bei einem Besuch in der Gutenbergstraße 7. Er verschaffte sich zugleich einen Eindruck, wie weit die Arbeiten im Ausstellungsteil des „RadWerks“ gediehen sind, das am 23. Juni eröffnet. Sein Fazit: „Das wird eine grandiose Nummer!“

„Hier zeigt sich, wie in kleineren Strukturen, in den sich die Handelnden kennen, etwas entsteht, was größere Strukturen so nicht zustande bringen“, meinte der OB anerkennend. So seien die Verhandlungen mit Uwe Hoppesack, dem benachbarten Firmenbesitzer und Vermieter der Kultureinrichtung, einfach verlaufen. Der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) Klein-Auheim stelle nicht nur viele Exponate für die Ausstellung, sondern übernehme künftig auch die ehrenamtliche Museumsaufsicht samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Die Eisenbahnfreunde Hanau e.V. verlagern ihr Domizil vom Nordbahnhof ins „RadWerk“, die Schlepperfreunde Klein-Auheim haben ihre Traktoren vom Bautz-Gelände in Großauheim abgezogen und in einem Raum zwischen Museum und „Günter’s Ratladen“ bereits aufgebaut.

Günther Kemmerer-Höhn und seine Frau Jacqueline Höhn verlegten ihr Fachgeschäft von der Seligenstädter Straße im Klein-Auheimer Ortskern ins „RadWerk“. Sie versprechen sich dort nicht nur den Zuspruch derer, die sich für die Bauer-Rad- und Mopedsammlung von Jörg Schulisch interessieren, sondern auch von denen, die auf dem nahen Mainradweg unterwegs sind. OB Kaminsky nahm die Gelegenheit gleich wahr, sich von Kemmerer-Höhn fachmännisch beraten zu lassen.

Vielversprechend war auch für Daniela und Stefan Pogadl der Mitte Mai schon erfolgte Start ihrer „Kuchen Stil Manufaktur“. „Sehr gut angelaufen“ sei ihr Geschäft mit Kuchen im Glas, am Stiel oder mit Cremehaube, berichteten sie. Das Café mit Bistro ist donnerstags bis sonntags von 9.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten von „Günther’s Ratladen“ finden sich im Internet unter https://www.guenthersratladen.de.

„Im letzten halben Jahr ist hier richtig viel passiert“, bilanzierte Vermieter Hoppesack. Nach seinen Worten wird die gesamte Außenfassade so gestaltet, wie sie im Café-Bereich mit Sitzbänken und -tischen im Freien schon zu sehen ist: die Fassade weiß gestrichen und im oberen Drittel kontrastiert mit dunkel gestrichenen, gewellten Metallflächen; diese Farbgebung setzt sich am Dach fort.

Über die Fortschritte im Museumsbereich informierte Kommunikationsdesignerin Alexandra Streubel den OB im Beisein von Gerhard Jäger und Detlef Hellmann, Vorsitzender und Projektleiter des Heimat- und Geschichtsvereins Klein-Auheim sowie von Martin Hoppe, Leiter des städtischen Fachbereichs Kultur, der die Immobilie mietet. Im großen Ausstellungsraum sind bereits Vitrinen aufgestellt, die nach und nach befüllt werden. In den Regalen des Magazins sind bereits erste Exponate aus dem ehemaligen Zentrum für Ortsgeschichte an der Schönfelder Straße einsortiert wie die Urne für die Wahl von Bürgermeister Willi Rehbein. Auf einem lang gezogenen Tisch in diesem Bereich soll an Aktionstagen oder bei Schulbesuchen gezeigt werden, wie beispielsweise Butter hergestellt wurde. Dieses Mobiliar der Druckerei Ingra ist ebenso erhalten geblieben wie alte Setzkästen, in welche die Eisenbahnfreunde begonnen haben Gestaltungsstücke für ihre Schienen- und Landschaftsmodelle einzusortieren.

Die Klein-Auheimer Schreinerei Selbitschka hat den Holzbau übernommen. Die Firma Hebeisen sponserte eine Küche; der sich anschließende Tagungsbereich wird von den Betreibervereinen genutzt, kann aber auch angemietet werden. Dr. Victoria Asschenfeldt zeichnet für die Texte im Ausstellungsteil verantwortlich.

Fachbereichsleiter Hoppe sieht das „RadWerk“ auf einem guten Weg und beschreibt das Organisationskonzept so: „Die Stadt stellt den Rahmen, die Verantwortung und das Programm tragen die Vereine.“ Auf dem großzügigen Gelände gebe es genug Parkplätze; hier lässt Hoppesack Ladesäulen für Elektro-Bikes aufstellen. Auch soll ein Fahrradübungsplatz entstehen.

Bahnhof und Bushaltestelle sind nahe. Und zum beliebten, nur etwa 200 Meter entfernten Main-Fernradweg gibt es eine direkte Verbindung. „Das alles erleichtert uns die überregionale Vermarktung des RadWerks“, ist Hoppe überzeugt, zumal die Kulturstätte auch auf der Route der Industriekultur der Kulturregion FrankfurtRheinMain liegt.

Kurzinfos sind auf www.radwerk-hanau.de oder facebook einzusehen. Ehrenamtliche, die Interesse an Aufsichts- oder Führungsdiensten haben, können sich per E-Mail unter hallo@radwerk-hanau.de melden.

Das RadWerk eröffnet am 23. Juni 2019 mit einem Sommerfest, ab 11 Uhr findet ein Frühschoppen statt. Die offizielle Eröffnung mit Reden von OB Kaminsky, Ortsvorsteher Sascha Feldes und Vereinsring-Chef Christian See folgen um 11.30 Uhr. Martin Hoppe moderiert eine Interviewrunde mit den beteiligten Institutionen. Um 14 Uhr gibt es ein Platzkonzert des Blasorchesters Klein-Auheim, danach das Klein-Auheimer Theater „Leben vor 100 Jahren“ mit Reiner Welzbacher. Um 16 Uhr versteigert der bekannte TV-Journalist Frank Lehmann gebrauchte Fahrräder zu Gunsten des geplanten Fahrradübungsplatzes, ehe der Klein-Auheimer Juniorbotschafter des Deutsch-Französischen Jugendwerks, Marcel Codjo Noubouke, afrikanische Märchen erzählt. Den ganzen Tag bieten die Modellbahnfreunde für Kinder und Erwachsene Mitfahrgelegenheit auf der Miniatureisenbahn im Freien.

Der HGV lädt zu Führungen ein. Der Eintritt ist am Eröffnungstag frei, um Spenden wird gebeten.

 

 

 

Pressekontakt:
Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Der Fahrradladen von Günther Kemmerer-Höhn (links) und Jacqueline Höhn belebt bereits das RadWerk. Von ihnen ließ sich OB Claus Kaminsky fachmännisch beraten.

RadWerk1

Daniela und Stefan Pogadl betreiben erfolgreich die "Kuchen Stil Manufaktur" im "RadWerk

RadWerk2

OB Kaminsky ließ sich vom Heimat- und Geschichtsverein Klein-Auheim - rechts Vorsitzender Gerhard Jäger, links Projektleiter Detlef Hellmann - das teils schon einsortierte Magazin zeigen.

RadWerk3

Auf diesem langgezogenen Tisch soll an Aktionstagen gezeigt werden, wie früher beispielsweise Butter hergestellt wurde. Das erläutert dem OB hier Alexandra Streubel, Kommunikationsdesignerin und Bauleiterin.

RadWerk4

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