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29. August 2019
Wie aus Scherben Geschichten werden . . .
- Neues archäologisches Schaudepot ab Herbst im Museum Schloss Steinheim
Spätestens seit den „Indiana Jones“-Filmen weiß jeder, wie spannend das Leben eines Archäologen sein kann. „Nicht immer muss man dabei gefährliche Abenteuer bestehen, aber sensationelle Funde und großartige Geschichten können die Archäologen und Archäologinnen auch hier bei uns in Hanau und der Region vor der Haustüre bergen", sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky und nennt als Beispiel den Kesselstädter Münzschatz oder die älteste bekannte Quittung Deutschlands, die beide im Museum Schloss Steinheim zu besichtigen sind. Auch wenn es häufig nur viele kleine Scherben und Bruchstücke sind, so ließen sich diese zu ganzen Geschichten zusammensetzen, so der OB.
Wie das geht – das kann man ab Oktober im Marstall des Steinheimer Schlosses erfahren. Im dortigen Souterrain wird derzeit unter Museumsleiterin Sabine Küppers ein archäologisches Schaudepot eingerichtet, das in Regalen einen Teil der großen archäologischen Sammlung der Stadt Hanau, des Hanauer Geschichtsvereins 1844 e.V. und des Heimat- und Geschichtsvereins Steinheim am Main e.V. aus unterschiedlichen Grabungen der letzten Jahrzehnte präsentiert.
Dr. Victoria Asschenfeldt, die die Stabsstelle 'Profil- und Sammlungsstrategie der Hanauer Museen' leitet, erläutert, dass im neuen Schaudepot „die Funde jedoch nicht nur gelagert, sondern im Rahmen der Digitalisierungsinitiative der Hanauer Museumslandschaft auch erfasst, digital aufbereitet und darüber hinaus für die Öffentlichkeit erlebbar werden“. In Führungen und Vermittlungsprogrammen können die BesucherInnen ab Herbst die Arbeit der Archäologen kennenlernen und ganz direkt einen Blick hinter die Kulissen eines Museums werfen. „Ein Museum ist mehr als nur die Ausstellungen und Veranstaltungen. Es kümmert sich um die Erhaltung des materiellen Kulturerbes – sammelt, bewahrt, erforscht und präsentiert die Dinge und setzt, wie im Falle der Archäologie, aus vielen kleinen Scherben spannende Geschichten zusammen“, so Asschenfeldt.
Martin Hoppe, Fachbereichsleiter Kultur der Stadt Hanau, informierte den Steinheimer Ortsbeirat auf der August-Sitzung vergangenen Donnerstag über die Planungen. Das Konzept wurde von dem Stadtteilgremium einhellig begrüßt. Mit dem Schaudepot erhält das Museum Schloss Steinheim einen weiteren attraktiven Anziehungspunkt insbesondere für Schulklassen. Eine Besichtigung ist ab Oktober nur unter Voranmeldung möglich. Kontakt: museen@hanau.de.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664
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Blick in das archäologische Depot im Marstall von Schloss Steinheim.
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Archäologisches Depot im Marstall
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