Reichsbank, Kunstdepot, Theatersaal, WOBAU-Zentrale, Dommuseum. Das erste Haus am Breiten Weg hat in knapp 100 Jahren viel erlebt. Niemand kennt seine Geschichte besser als Sabine Ullrich. Ihr Vortrag „Die Reichsbank am Breiten Weg. Bau- und Nutzungsgeschichte des heutigen Dommuseums“ beginnt am 17. März 2020 um 19.00 Uhr im Kaiserin-Adelheid-Foyer. Alle interessierten Magdeburger*innen sowie Gäste der Stadt sind eingeladen. Der Eintritt ist frei.
1922/23 wurde im Schatten des Doms die neue Magdeburger Zweigstelle der Reichsbank errichtet. In den unruhigen Anfangsjahren der Weimarer Republik setzte der Neubau ein Zeichen. Schon die Baukosten waren rekordverdächtig. 999,2 Billionen Reichsmark wurden benötigt, weil die Hyperinflation die Preise in die Höhe trieb. Der zweigeschossige Tresorraum, eines der sichersten Depots seiner Zeit, regte die Phantasie der Menschen an. So begann die wechselvolle Geschichte eines Hauses, das immer im öffentlichen Interesse stand und bis heute manches Geheimnis birgt.
Die Kunsthistorikerin Sabine Ullrich M. A. ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Mittelalterausstellungen Magdeburg. Als freie Autorin hat sie zahlreiche Arbeiten zur Magdeburger Stadtgeschichte veröffentlicht. Auch ein beliebter Reiseführer über die Elbestadt stammt aus ihrer Feder.
Das Programm zur Vortragreihe gibt es online auf www.magdeburg.de/stadtarchiv.
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Die Reichsbank am Breiten Weg im Jahr 1937. (Foto: Stadtarchiv Magdeburg, Fotos HBA, Nr. 14003)