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27. April 2020
Ab sofort ist ein ärztliches Attest notwendig
Befreiung von Maskenpflicht möglich /Strengere Kontrollen
Seit Montag gilt auch hessenweit die Maskenpflicht. Das bedeutet, dass zum Einkaufen oder im ÖPNV eine textile Barriere Mund und Nase bedecken muss, auch wenn es nur ein Tuch oder ein Schal ist. Ausgenommen davon sind Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Masken tragen können oder dürfen.
Während die Stadt Hanau bisher auf unbürokratischem Weg eine entsprechende Bescheinigung zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt hat, ist dies infolge einer veränderten Rechtslage nicht länger möglich. Notwendig ist jetzt ein ärztliches Attest, aus dem hervorgeht, dass aus gesundheitlichen Gründen auf die Maske verzichtet werden muss. Wie Oberbürgermeister Claus Kaminsky erklärt, hat die Stadt aus diesem Grund alle Hanauer Ärzte angeschrieben, mit der Bitte, die jetzt von ihnen auszustellende Bescheinigung den Betroffenen schnell zur Verfügung zu stellen.
„In Hanau werden bei Kontrollen vorläufig auch die von der Stadt ausgegebenen Bescheinigungen akzeptiert. Trotzdem sollte sich jede und jeder, der eine solche Befreiung benötigt, umgehend darum kümmern, ein Attest vom Arzt zu erhalten, denn andernorts wird ausschließlich diese anerkannt“, so Thorsten Wünschmann, Leiter des Ordnungsamtes. Er macht einmal mehr darauf aufmerksam, dass mit Beginn der hessenweiten Maskenpflicht auch die „kulante Phase in der Brüder-Grimm-Stadt endet und die Stadtpolizei ab sofort verstärkt kontrollieren wird, ob die Regelungen eingehalten werden“.
In Hanau gilt die Maskenpflicht bereits eine Woche länger als die landesweite Verordnung. In dieser ersten Phase hat die Stadt vor allem auf Aufklärung und Argumente gesetzt. Seit heute lässt sie die Einhaltung der Maskenpflicht durch die Stadtpolizei auch kontrollieren. „Wenn es mit Einsicht nicht funktioniert, wird das Nicht-Einhalten der unabdingbaren Regel Stück für Stück schärfer bestraft.“ Denn, so der OB, eine solche textile Barriere schütze vor allem das Umfeld, denn sie sorge dafür, dass virenbelastete Tröpfchen, die beim Sprechen, Niesen oder Husten aus Mund und Nase fliegen, zurückgehalten werden, und unterbreche so die Infektionskette. „Wenn wir alle den Nächsten schützen, ist für das Wohlgehen aller gesorgt.“
Wer sich bisher noch nicht mit einer wiederverwendbaren Stoffmaske versorgen konnte, hat künftig jeden Samstag die Gelegenheit dazu: Die Schneiderei der Brüder Grimm Festspiele näht anstelle der prachtvollen Kostüme seit einigen Wochen Stoffmasken, die sie zum Wochenende auf dem Hanauer Wochenmarkt verkaufen. Der Erlös geht komplett an die Festspiele. Außerdem hat die Stadt Hanau Mehrweg-Masken an Apotheken im Stadtgebiet ausgeliefert, die dort für fünf Euro zu erwerben sind. Eine Übersicht der betreffenden Apotheken ist im Internet unter www.corona.hanau.de zu finden.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Pressezentrum Krisenstab Corona: 0 61 81/67 68 11 014 , Email: presse-corona@hanau.de
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