|
12. Februar 2021
„Hanau steht und stellt für Familien ein“
Breitangelegte Kampagne soll Erzieher*innen-Mangel beseitigen
Mit einer breit angelegten Kampagne startet die Stadt Hanau derzeit mit ihrem Eigenbetrieb Hanau Kindertagesbetreuung (EB Kitag) eine Offensive, um dringend benötigte Erzieher*innen für eine Beschäftigung in der Brüder-Grimm-Stadt zu gewinnen. Indem die volle Bandbreite der unterschiedlichen Kommunikationskanäle genutzt wird, soll sicht- und erlebbar werden, dass Hanau ein zukunftsorientierter Ort für Kinder und Familien sowie für Erziehungspersonal ist. „Bis 2025 wollen wir mindestens 100 zusätzliche Fachkräfte finden, um so den wachsenden Bedarf an Betreuungsplätzen schaffen zu können“, benennt Bürgermeister Axel Weiss-Thiel die Zielmarke der Maßnahme, die auch dokumentieren soll, dass und wie die Stadt die bestehende Lücke nutzen will, um eine nachhaltige Strategie zu entwickeln. Mit dem Wortspiel „Hanau stellt ein“ und „Hanau steht ein“ – für Familien und Kinder – schlägt das Motto der Aktion dabei geschickt den Bogen zwischen der Kampagne und dem familienfreundlichen Image der Stadt.
„Unser Weg von Hessens größter Kleinstadt zu Hessens kleinster Großstadt stellt uns vor neue Herausforderungen“, macht Oberbürgermeister Claus Kaminsky deutlich, dass die Entwicklung Hanaus natürlich auch im Bereich der Kinderbetreuung Auswirkungen zeigt. Die Stadt stellt sich deshalb seit vielen Jahren der Aufgabe Familienfreundlichkeit. Doch die jetzt auftretende Herausforderung des Fachkräftemangels lasse sich nicht allein mit gutem Willen und politischen Ansagen lösen. „Die Zahl der qualifizierten Personen ist begrenzt und Hanau steht hier in einer harten Konkurrenzsituation mit der gesamten Region.“
Der gerade neu aufgelegte „Entwicklungsplan Kindertagesbetreuung 2021 – 2025“ dokumentiert eindrucksvoll die quantitative Entwicklung im Gesamtkontext der wachsenden Stadt und leitet daraus die Prognose für die nächsten fünf Jahre ab. Danach werden bis zum Jahr 2025 im gesamten Stadtgebiet 751 zusätzliche Kita-Plätze für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren benötigt, um das angestrebte Versorgungsziel von 99 Prozent zu erreichen. Dazu kommen weitere 465 Plätze in der U3-Betreuung, um eine Quote von 35 Prozent zu erfüllen. Um die baulichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, haben die städtischen Gremien bereits rund 35 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. „Doch der eigentliche Engpass sind nicht die Räume, sondern schon heute fehlen uns Erzieher*innen“, beschreibt Astrid Weiermann, Leiterin des EB Kitag, die Herausforderung, der sich der Eigenbetrieb gegenübersieht.
Ein wichtiger Schritt in den Anstrengungen, qualifizierte Kräfte nach Hanau zu locken, war im vergangenen Jahr die Erhöhung Aufstufung des Gehalts aller anerkannten Erzieher*innen. Seither erhalten alle, die bisher die tarifliche Entgeltgruppe 8a erhalten haben, die Entgeltgruppe S 8b TvöD SuE. Eine Entscheidung, die sich die Stadt rund 1,2 Millionen Euro zusätzlich im Jahr allein für die Erzieher*innen in den städtischen Kindertageseinrichtungen kosten lässt. „Damit dokumentieren wir einerseits die hohe Wertschätzung für die Arbeit der Erzieher*innen, die diese tagtäglich in den 28 Einrichtungen der Stadt leisten“, so Weiss-Thiel. Andererseits sei die übertarifliche Bezahlung auch eine wichtige Voraussetzung, um die Attraktivität des Eigenbetriebs als Arbeitgeber weiter zu stärken. „Das gilt für all jene, die wir zukünftig für uns gewinnen möchten, aber auch für die, die schon bei uns beschäftigt sind“, ist sich der Bürgermeister sicher, dass dieses Geld bei den pädagogischen Fachkräften bestmöglich angelegt ist und eine wichtige Investition in die Zukunft von Kindern und Familien in dieser Stadt darstellt.
Doch die verbesserte Vergütung ist nur einer der Vorzüge, mit der Hanau punkten kann. Welche Vorteile es noch bringen kann, sich im EB Kitag einzubringen, soll mit der Kampagne „Hanau steht/stellt für Familien und Kinder ein“ herausgearbeitet werden. „Um unserer Zielgruppe deutlich zu machen, warum es sich lohnt, für uns zu arbeiten, haben wir einen ansprechenden Mix aus authentischem Bild- und Textmaterial erstellt“, zählt Astrid Weiermann als weitere Aspekte eine fundierte Begleitung bei der Karriereplanung, Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung und das tägliche Mittagessen auf. „Ganz neu hinzugekommen ist das Premium-Job-Ticket.“ Darüber hinaus sieht die Leiterin des EB Kitag auch in der Kita-Ausbauplanung besondere Chancen, die sich woanders in dieser Form nicht bieten. „Neue Einrichtungen eröffnen engagierten Erzieher*innen immer auch die Möglichkeit, von Anfang an dabei zu sein und sich hier mit Ideen und Konzepten einzubringen.“
Parallel zum Start der Einstellungsoffensive geht auch ein neuer Internetauftritt des Eigenbetriebs online, der alle ansprechen will, die ein Anliegen im Zusammenhang mit Kinderbetreuung in Hanau haben. Eltern, die einen Kita-Platz für ihr Kind benötigen, werden ab sofort unter www.kita-hanau.de ebenso fündig wie interessierte Fachkräftea, die sich über den Arbeitgeber informieren wollen.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929
Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:
|
© Stadt Hanau
|
|
Neuer Internetauftritt präsentiert die ganze Kita-Welt
|
|
|
Stadt Hanau
Öffentlichkeitsarbeit
Am Markt 14-18
63450 Hanau
Sämtliche Texte und Fotos können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden, Belegexemplare sind willkommen.
Die Pressemitteilungen der Pressestelle Stadt Hanau können Sie per RSS-Feed oder als E-Mail-Abo auf http://www.presse-service.de/ beziehen. Dort können Sie auch Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.
|
|
|