Aktuelle Informationen:  Stadt Arnsberg
27. August 2025,  Arnsberg
Stadt Arnsberg kauft Fläche für Interkommunales Gewerbegebiet
Arnsberg.

Mit dem Ankauf von gewerblich zu nutzenden Flächen im Ortsteil Wildshausen (Stadt Arnsberg hat die Stadt Arnsberg einen wichtigen Schritt hin zu einem interkommunalen Gewerbegebiet mit der Stadt Meschede vollzogen. Eine 6,1 Hektar große Fläche in Wildshausen wurde aus dem „Grundstücksfonds NRW“ erworben. Am heutigen Tage wurde über den Kaufvertrag mit der Grundstückseigentümerin NRW.URBAN, eine Entwicklungsgesellschaft des Landes NRW, informiert und die gemeinsamen Pläne öffentlich vorgestellt.

Gemeinsame Pläne vorgestellt

Die Bezirksregierung hat mit ihrer 17. Regionalplanänderung in 2023 die Vorbereitungen für die Entwicklung eines interkommunalen Gewerbegebietes Arnsberg/Meschede getroffen. Vor dem Hintergrund eines Gewerbeflächenmangels in beiden Städten kommt dem interkommunalen Gewerbegebietsansatz bzw. einem gemeinsamen Vorgehen eine hohe Bedeutung zu. Zudem können im Rahmen des interkommunalen Gewerbegebietes die verkehrlichen Anbindungen der bestehenden Gewerbegebiete „Gewerbeterassen Wildshausen“ und „Gewerbegebiet Brumlingsen“ verbessert werden, da eine neue Erschließungsstraße das Gesamtgebiet direkt mit der Bundesautobahn (BAB) 46 verbinden soll. Der nächste Schritt der Partnerstädte besteht in der Ausarbeitung eines öffentlich-rechtlichen Vertrags um die wichtigen Eckpfeiler der interkommunalen Zusammenarbeit verlässlich zu vereinbaren.

Interkommunale Zusammenarbeit

„Der Standort ist bestens geeignet für die weitere Stärkung unserer lokalen und regionalen Wirtschaft. Die Stadt Arnsberg hat sich über den Ankauf nun mit einer zentralen Fläche bevorratet, die bereits früher industriell genutzt wurde“, freut sich der Arnsberger Bürgermeister Ralf Paul Bittner. „Wir wirken somit dem Mangel an Gewerbeflächen in der Stadt Arnsberg innovativ entgegen und schonen zugleich den unverbrauchten Grund und Boden. Damit stellen wir die Weichen für die Ansiedlung zukunftsorientierter und attraktiver Betriebe und Arbeitsplätze vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Gewerbeflächenentwicklung“, so Bittner weiter, erstmalig in der Form eines interkommunalen Gewerbegebietes.“

Entwicklungsflächen für Unternehmen

Auf dem Gebiet der Stadt Arnsberg konnten zuletzt noch bei Voßwinkel (Gewerbegebiet „Gut Nierhoff“) größere Entwicklungsflächen für interessierte Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. „Im Land Nordrhein-Westfalen hat die Flächenreaktivierung – die Aufbereitung von vorgenutzten Flächen vor Freiflächenverbrauch – eine lange Tradition, genauso wie der Schulterschluss von Stadt und Land. Als Treuhänderin des Landes durften wir auch hier die nun veräußerten Flächen entwicklungsfähig herrichten und somit für die Pläne einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung mit nachhaltiger Gewerbegebietsentwicklung verfügbar machen“, führt Ludger Kloidt, Geschäftsführer von NRW.URBAN zur Entscheidung der Städte Arnsberg und Meschede aus.

Grundstücksfonds NRW

Mit dem nahezu abgeschlossenen Instrument des „Grundstücksfonds NRW“ hat das Land den öffentlichen Erstankauf, die Altlastensanierung sowie die Erschließung für strukturpolitisch wichtige Standorte ermöglicht und geregelt – Aufgaben, die viele Städte nicht aus eigenen Ressourcen hätten angehen können. Für die Stadt Arnsberg war die Gelegenheit günstig, den Erwerb der Fläche auf ihrem Stadtgebiet zu transparenten und gut kalkulierbaren Rahmenbedingungen zu tätigen und so den Handlungsspielraum für die nun folgenden Schritte zu sichern. Das kommunale Eigentum schafft zudem die Voraussetzungen, um weitere Schritte z.B. mit Unterstützung aus Städtebaufördermitteln zu finanzieren.

Unterstützung mit Städtebaufördermitteln

Meschedes Bürgermeister Christoph Weber freut sich über die Zusammenarbeit beider Städte auch in diesem Punkt. „Meschede und Arnsberg punkten für die Wirtschaftsregion Südwestfalen mit der Nähe zum Ruhrgebiet. Das interkommunale Gewerbegebiet hat das Potenzial für eine hohe überregionale Anziehungskraft. Die bestehenden Gewerbegebiete wachsen zu einem starken Standort zusammen, hochwertige Gewerbe- und Industrieflächen in einem attraktiven Umfeld bieten schon jetzt beste Voraussetzungen für erfolgreiches Unternehmertum“, so Bürgermeister Weber.

Entwicklung von Gewerbeflächen

Mit dem Ankauf der Fläche steht der weiteren Entwicklung der Gewerbeflächen nun nichts mehr im Wege. Optimistisch stimmt die teilnehmenden Vertragspartner auch, dass das EFRE-Projekt „Nachhaltige Wirtschaftsflächen in Südwestfalen“ innovative Konzepte in Bezug auf die zukünftige Mobilität oder auch in Bezug auf klimagerechtes Bauen von Gewerbebetrieben sowie nachhaltige Energieversorgungskonzepte begleitend unterstützt. Der Weg zu langfristig steigenden Steuereinnahmen und Arbeitsplätze vor Ort ist somit geebnet und sichert auch die Attraktivität der Städte Arnsberg und Meschede als Wohnstandort der Zukunft.

Kontakt:
Stadt Arnsberg, Frank Albrecht, Pressestelle Stadt Arnsberg, f.albrecht@arnsberg.de

Diese Meldung im Browser anzeigen

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Interkommunales Gewerbegebiet - Vorstellung
© Stadt Arnsberg

Interkommunales Gewerbegebiet - Vorstellung
Stellten heute den Ankauf der Flächen für die Entwicklung eines interkommunalen Gewerbegebiets vor: Dr. Birgitta Plass, Leitung Dezernat Stadtentwicklung|Bauen|Umwelt|Mobilität, Rainer Schäferhoff, kommissarischer Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Arnsberg, Bürgermeister der Stadt Arnsberg, Ralf Paul Bittner, der Geschäftsführer von NRW.URBAN, Ludger Kloidt. sowie Projektleiter Olaf Doll (v.li.).

Karte - Interkommunales Gewerbegebiet
© Stadt Arnsberg

Karte - Interkommunales Gewerbegebiet
Karte