|
Idee hinter der Filmreihe ist es, das Auge für das schärfen, was uns umgibt: die Welt. Dabei kann es sich um eine weit entfernte Welt handeln; Länder, in die wir nie reisen würden, Situationen, in die wir nie kommen würden, Menschen, die wir nie kennenlernen würden, aber auch darum, das Nahe, das Alltägliche aus anderer Perspektive zu betrachten.
Am 26. Februar, 19.00 Uhr wird mit Moelln Letters ein ganz besonderer Film gezeigt, der erst im letzten Jahr auf der Berlinale seine Premiere feierte. Der Film von Martina Priessner beschäftigt sich mit dem rassistischen Attentat von Mölln aus dem Jahr 1992, bei dem drei Menschen starben. Im Anschluss an das Attentat erhielt die Stadt Mölln Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, die aber nie an die betroffenen Familien ausgehändigt, sondern stattdessen im Stadtarchiv eingelagert wurden. Der Film begleitet Ibrahim Arslan, der bei dem Attentat seine Schwester, seine Großmutter und seine Cousine verlor, bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser*innen.
Die Moelln Letters beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Überlebenden, sondern auch die große Solidarität auf, die es damals gab – eine Solidarität, von der die Opfer bis zu diesem Zeitpunkt nichts wussten. Der nächste Termin der Filmreihe ist der 26. März, 19.00 Uhr. Der Film wird demnächst bekannt gegeben.
Ort: Stadtbibliothek Sundern, Settmeckestr. 3, 59846 Sundern
Beginn: 19.00 Uhr
Eintritt: frei
Dauer: ca. 96 Minuten
Diese Meldung im Browser anzeigen
|