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Auf der nun abgeschlossenen Fläche wurde eine besondere dreilagige Deckschicht aufgebracht. Diese dient dazu, Niederschlags- und Oberflächenwasser kontrolliert zu versickern und zugleich eine ökologisch wertvolle Entwicklung der Fläche zu ermöglichen. Ein Fachbüro führte begleitende Versickerungsversuche durch, die die Funktionsfähigkeit des Aufbaus bestätigten.
Der Deckschichtenaufbau geht auf einen Vorschlag des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zurück, der sich bereits früh für eine wirksame Schutzmaßnahme eingesetzt hat. „Wir konnten uns bei der Erarbeitung des Folgenutzungskonzeptes mit den Abbauunternehmen, der Stadt bzw. den örtlichen Wasserversorgern und den Fachbehörden auf diesen Standard verständigen“, erklärt Alfons Knop, Vorsitzender des BUND, Ortsgruppe Lörmecketal.
Auch die Stadt hebt die besondere Bedeutung der Abdeckung der ehemaligen Abbaubereiche für den vorbeugenden Schutz der Trinkwasservorkommen hervor. „Sie stellt einen wichtigen Bestandteil der gemeinsamen Standards im Folgenutzungskonzept dar“, so Sabine Leitner, Leiterin des Fachbereichs Bauen und Wohnen der Stadt Warstein.
Verena Adler, Geschäftsführerin der Firma Westkalk ergänzt: „Als Betreiber sehen wir es als unsere Aufgabe, die Nachnutzung der Abbauflächen verantwortungsvoll zu gestalten. Die Aufbereitung des Materials und der Einbau der Deckschichten erforderten zusätzlichen organisatorischen und technischen Aufwand, den wir gezielt eingesetzt haben, um eine sichere und naturnahe Entwicklung der Fläche zu ermöglichen und die Trinkwasserversorgung wirksam zu schützen.“
Auch das Steinabbauunternehmen Heidelberg Materials AG ist in die Entwicklung der Startflächen eingebunden. „Für uns ist entscheidend, dass mit der Umsetzung des Folgenutzungskonzeptes verlässliche und tragfähige Lösungen für den Abschluss der Abbauflächen entstehen. Die aktuellen Entwicklungen, Erkenntnisse und Erfolge durch die extensive Ziegenbeweidung im Bereich unserer Startfläche zur Erhöhung der Biodiversität zeigen, dass dieser Weg auch zukünftig aktiv weiter zu verfolgen ist“, sagt Martin Wollschläger.
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