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Die Schulleitungen der Förderschulen des Märkischen Kreises tauschten sich jetzt mit Landrat Ralf Schwarzkopf und Anja Tadday-Schlichting, Fachdienstleiterin Schulen, aus. Dabei ging es um die Bedeutung, Perspektiven und Herausforderungen von Förderschulen in der heutigen Zeit.
Die Förderschulen des Märkischen Kreises stehen vor großen Herausforderungen: Steigende Schülerzahlen erfordern nicht nur bauliche Erweiterungen, sondern auch strukturelle Anpassungen, um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden.
Der Märkische Kreis als Schulträger nimmt diese Aufgaben ernst und setzt konkrete Maßnahmen um. Das wurde beim Dialog der Schulleiter der Förderschulen des Märkischen Kreises mit Landrat Ralf Schwarzkopf und Fachdienstleiterin Anja Tadday-Schlichting deutlich. An dem Termin nahmen Thilo Pelzing (Brabeck-Schule Iserlohn), Alexander Kuhns (Phönix-Schule Meinerzhagen), Jürgen Steinberg (Stellvertretender Schulleiter Schule an der Höh in Lüdenscheid), Anna Christoforidis (Mosaik-Schule in Lüdenscheid), Mathias Malter (Hundertwasser-Schule Altena), Claudia Fritz (Carl-Sonnenschein-Schule Iserlohn), Carsten Buse (Wilhelm-Busch-Schule Hemer) und Sven Häsemeyer (Schule an der Höh Lüdenscheid) teil.
Die acht Förderschulen in Trägerschaft des Märkischen Kreises verzeichnen seit Jahren stetig wachsende Schülerzahlen. Wurden im Schuljahr 2022/2023 noch insgesamt 1.577 Schülerinnen und Schüler an den acht Schulstandorten beschult, sind es im aktuellen Schuljahr bereits 194 mehr (insgesamt 1.771 Schülerinnen und Schülern). Diese Entwicklung bringt die Schulen an räumliche Grenzen. Deshalb investiert der Kreis beispielsweise in die Schule an der Höh in Lüdenscheid – eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung. Im aktuellen Schuljahr 2025/2026 werden 317 Schülerinnen und Schüler in 25 Klassen unterrichtet. Weil nur 21 Klassenräume zur Verfügung stehen, investiert der Kreis in den nächsten Jahren rund 2,8 Millionen Euro in einen Erweiterungsbau.
Schule an der Höh: Vier neue Klassenräume
Die vom Kreistag beschlossene Variante eröffnet die Möglichkeit, auf insgesamt 483 Quadratmetern Nutzfläche vier neue Klassenräume inklusive Differenzierungsräume zu errichten. Des Weiteren sind vier barrierefreie Toilettenanlagen mit Duschmöglichkeit, die erforderlichen Flure und eine Treppe geplant. Zur Erschließung im Obergeschoss wird die vorhandene Eingangssituation ausgeweitet. Im Außenbereich sind eine neue Zuwegung, eine Außentreppenanlage sowie drei Aufstellflächen für Kleinbusse erforderlich. Fertigstellung und Inbetriebnahme sind Stand jetzt für die Zeit nach den Sommerferien 2027 geplant.
Steigende Schülerzahlen auch in Altena
Auch die Hundertwasser-Schule in Altena verzeichnet einen deutlichen Anstieg der Schülerzahlen: Innerhalb von acht Jahren stieg die Zahl von 231 (2018/19) auf 320 (2025/26) – ein Plus von 38,53 Prozent. Um die Schule mittel- bis langfristig zu entlasten, wird der Einzugsbereich ab dem kommenden Schuljahr 2026/2027 angepasst. Kinder und Jugendliche mit Wohnort Nachrodt-Wiblingwerde und dem Förderschwerpunkt Lernen werden künftig (ab 1. August 2026) an der Brabeck-Schule in Iserlohn-Letmathe eingeschult. Die vier bereits angemeldeten Schüler aus Nachrodt-Wiblingwerde können die Hundertwasser-Schule bis zum Ende der 10. Klasse besuchen. „Diese Anpassungen sind notwendig, um die Qualität der Förderung zu sichern und die Schulen langfristig zu entlasten“, erklärt Fachdienstleiterin Anja Tadday-Schlichting.
Landrat Ralf Schwarzkopf: „Die aktuellen Entwicklungen zeigen: Die Förderschulen im Märkischen Kreis sind unverzichtbar. Ob bauliche Erweiterungen, strukturelle Anpassungen oder die Zusammenarbeit mit dem LWL – der Märkische Kreis setzt weiterhin alles daran, bestmögliche Bildungsbedingungen zu bieten.“
Pressekontakt: Märkischer Kreis, Alexander Bange / 02351 966 6150
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