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06. März 2026,  Märkischer Kreis (pmk)
Ausgleichszahlen kommen dem Naturschutz im Märkischen Kreis zugute
Märkischer Kreis (pmk).

Ersatzgelder waren Thema im Beirat der Unteren Naturschutzbehörde des Märkischen Kreises. Sie werden immer dann erhoben, wenn Eingriffe in Natur und Landschaft – etwa bei Bau- oder Infrastrukturvorhaben – nicht durch konkrete Ausgleichsmaßnahmen vor Ort kompensiert werden können. Die Mittel fließen dann zweckgebunden in Projekte des Naturschutzes und der Landschaftspflege.

Zum Jahresbeginn 2025 standen dem Märkischen Kreis Ersatzgelder in Höhe von rund 184.500 Euro zur Verfügung. Im Laufe des Jahres kamen für 25 Vorhaben weitere 640.000 Euro hinzu. Ein Großteil dieser Einnahmen – etwa 90 Prozent – entfiel auf Ausgleichszahlungen im Zusammenhang mit dem Bau von Windenergieanlagen. 31.500 Euro wurden im Vorjahr in Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege investiert, berichtete Matthias Hattwig von der Unteren Naturschutzbehörde. Dazu gehörten unter anderem die Entfernung von Fichtenbeständen in Halver, Bewaldungsmaßnahmen in Kierspe und im Naturschutzgebiet Balver Wald sowie die ökologische Aufwertung eines Gewässereinlaufes in Plettenberg-Papenkuhle.

Zum 31. Dezember 2025 belief sich der noch verfügbare Bestand an Ersatzgeldern auf rund 793.300 Euro. Ein Teil der Mittel ist bereits für Maßnahmen vorgesehen, die nun umgesetzt werden sollen. Die Fortführung von Entfichtungsmaßnahmen an Bachläufen, etwa im Naturschutzgebiet „Wilde Ennepe“, zählt ebenso dazu, wie Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen in mehreren Naturschutzgebieten in Halver, Meinerzhagen, Plettenberg und Iserlohn, die Renaturierung von Gewässerabschnitten, die Erneuerung von Verschlüssen an Fledermausquartieren sowie weiterer Grunderwerb in oder im Umfeld von Naturschutzgebieten. Erläutert wurde auch, warum die hohe Summe an Ersatzgeldern steht. Einige geplante Grundstückskäufe – teilweise im sechsstelligen Bereich – konnten bislang noch nicht abgeschlossen werden. Die Verhandlungen werden fortgesetzt.

Starkregenereignisse nehmen zu

Johannes Söbbeler aus der Bezirksstelle für Agrarstruktur Arnsberg (Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen) informierte den Beirat der Unteren Naturschutzbehörde über Maßnahmen zum Erosionsschutz – allen voran vor dem Hintergrund zunehmender Starkregenereignisse. Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es mehr und intensivere Starkregenereignisse, berichtete Söbbeler. Vorgestellt wurden unter anderem bodenschonendere Bewirtschaftungsformen, angepasste Fruchtfolgen sowie konkrete Vorgehensweisen zur Analyse und Bewertung von Erosionsschäden.

Pressekontakt:
Märkischer Kreis, Alexander Bange / 02351 966 6150

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Ersatzgelder fließen zweckgebunden in Projekte des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Foto: Sauerland Tourismus

Ersatzgelder fließen zweckgebunden in Projekte des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Foto: Sauerland Tourismus