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23. März 2026,  Märkischer Kreis. (pmk)
Wachstumswunder DIMAXBAU
Märkischer Kreis. (pmk).

Während viele Unternehmen im Märkischen Kreis unter der aktuellen Konjunkturflauteleiden, setzt das Altenaer Familienunternehmen DIMAXBAU auf Expansion. Landrat Ralf Schwarzkopf und GWS-Geschäftsführer Jochen Schröder besuchten das Bauunternehmen im Gewerbegebiet Rosmart und wurden von der Familie Sanygin freundlich empfangen.

Dieter Sanygin, gemeinsam mit seinem Vater Jörg Sanygin Geschäftsführer der DIMAXBAU, steht noch ganz unter dem Eindruck seiner abenteuerlichen Rückreise von einem bedeutenden Wirtschaftsforum des Golfkooperationsrats der sieben arabischen Golfstaaten zu Verkehrs- und Mobilitätsprojekten in Dubai. Auf Empfehlung der Financial Times kann sich DIMAXBAU dort als internationaler Baupartner für komplexe Zukunftsinfrastruktur positionieren. Nach Angriffen des Irans hatte sich Sanygin umgehend einen Platz in einem etwas klapprigen und reparaturanfälligen Reisebus gesichert, um seine Termine in Deutschland zu halten. Nach etwa 23 Stunden Fahrt, die trotz Raketenalarm auch nachts mitten durch die Wüste führte, erreichte er gesund Riad und trat von Dschidda seinen Rückflug an.   

Bei der Familie Sanygin ist Ralf Schwarzkopf ein gern gesehener Gast. Als damaliger Geschäftsführer des Lüdenscheider Betriebs Hotset ermutigte Schwarzkopf seinen Mitarbeiter Jörg Sanygin, sich selbstständig zu machen. Erst nahm Jörg Sanygin nebenberuflich eigene Aufträge an. 2016 gründete er zusammen mit seinem Sohn Dieter DIMAXBAU. „Seitdem haben wir uns nie ganz aus den Augen verloren“, erzählt der Landrat des Märkischen Kreises. „Für mich ist das eine echte Heldengeschichte. Sie zeigt, dass es immer noch sehr lohnend sein kann, einen eigenen Betrieb zu gründen.“

Im Gründungsjahr 2016 bot DIMAXBAU zunächst reine Lohnbauleistungen an. Jahresumsatz: 167.000 Euro. Seit 2025 gliedert sich das Unternehmen als Komplettanbieter in die Dachgesellschaft DIMAX Holding GmbH, DIMAXBAU GmbH (Hoch-, Tief-, Spezialbau) und der neuen DIMAX Immobilien GmbH für schlüsselfertiges Bauen.  

DIMAXBAU beschäftigt mittlerweile 24 festangestellte Mitarbeiter und hat eine Wachstumsrate von 74,9 Prozent. Der Jahresumsatz betrug 2025 rund 7,2 Millionen Euro. Die Aufgabenverteilung ist in dem Familienunternehmen klar geregelt: Für die Entwicklung der Unternehmensstrategie, Kundenbetreuung, Marketing und Vertrieb ist Dieter Sanygin verantwortlich. Sein Vater Jörg Sanygin kümmert sich um den Bereich Logistik & Materialsteuerung und Lagermanagement. Die technische Leitung auf den Baustellen hat Dieters jüngerer Bruder Max Sanygin übernommen und für die kaufmännische Leitung zeichnet Mutter Helena Sanygin verantwortlich.

Meilensteine auf dem Weg dorthin waren die Entwicklung zum Vollanabieter 2017 und der erste große Projektauftrag 2018 in Lüdenscheid, dessen professionelle Abwicklung sich schnell in der Branche herumsprach. Mit der Einführung eines modularen Rohbausystems und kreativen Ideen bei der Prozessoptimierung, etwa durch den Einsatz einer Drohne, eröffneten sich neue Wachstumspotenziale. Durch Lean Management konnte sich DIMAXBAU 2020 einen Fünfjahres-Rahmenvertrag mit der FUCHS Europoles GmbH im Bereich Mast- und Infrastrukturaufbau für Telekommunikation sichern – ein Meilenstein.

„Die Entscheidung, uns auf Infrastrukturprojekte im Tiefbau und Spezialtiefbau zu konzentrieren, hat sich als goldrichtig erwiesen. Sonst wären wir während der Coronapandemie möglicherweise insolvent gegangen“, sagt Dieter Sanygin. Einen weiteren Schub in Sachen Flexibilität und Schnelligkeit brachte 2021 die Einführung einer eigenen Logistikflotte mit verschiedenen Bau- und Transportmaschinen, darunter Bagger, Radlader, Walzen, Rüttler, Fräsen, Raupen, Lader und mehr. Der Umsatz lag zu dieser Zeit bereits bei mehr als drei Millionen, die Mitarbeiterzahl stieg auf 17.

2022, 2023, und 2024 wurde das Unternehmen von der Financial Times jeweils als eines der „1000 Europe`s Fastest Growing Companies“ ausgezeichnet. Bei Focus Business belegte DIMAXBAU ebenfalls beste Plätze: „2025 haben wir den 173. Platz unter den Top 500 Unternehmen Deutschlands und den 23. Platz in der Baubranche erreicht. Diese Platzierung ist ein starkes Zeichen für unser kontinuierliches Wachstum und unsere nachhaltige Entwicklung“, erklärt Dieter Sanygin. Topnoten erhielt der Familienbetrieb 2024 auch vom Deutschen Innovationsinstitut in Kooperation in den Bereichen Fairness First, Top Service und Arbeitgeber der Zukunft.

2026 freut sich die Familie über die Auszeichnung „Top-Innovator“ des Deutschen Mittelstands-Summits. Denn das Unternehmen denkt zunehmend digital: Das zeigt sich unter anderem durch die Nutzung neuer Softwareprogramme. Durch eine gezielte Online-Positionierung bei Google-Suchanfragen stiegen die qualifizierten Projektanfragen seit 2025 signifikant. In 2026 startet die komplette Digitalisierung des Lagersystems und damit der Aufbau digitaler Just-in-Time-Prozesse.

Um die Effizienz noch weiter zu steigern, will das Unternehmen auch räumlich expandieren und plant in unmittelbarer Nachbarschaft zum Brandschutz- und Rettungszentrum im Gewerbegebiet Rosmart einen größeren Unternehmenssitz zu bauen. Jochen Schröder, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschafts- und Strukturförderung (GWS), sagte seine Unterstützung bei der Realisierung des Projekts zu. Als einer der Gesellschafter der Entwicklungsgesellschaft Interkommunales Gewerbegebiet Grünewald und Märkischer Gewerbepark Rosmart engagiert sich die GWS bei der Entwicklung und Vermarktung interkommunaler Flächenprojekte der Städte Kierspe und Meinerzhagen sowie Altena, Lüdenscheid und Werdohl.

Das Strategische Ziel der DIMAXBAU in den kommenden Jahren ist es, die Marke weiter zu stärken und neue internationale Märkte zu erschließen. Das bedeutet auch intensive Netzwerkarbeit in nationalen und internationalen Wirtschaftsforen. Der Fokus liegt dabei auf den arabischen Golfstaaten und den Mittleren Osten. Ein wichtiges Zukunftsprojekt könnte die Beteiligung am „Heavy Weight Middle East Spaceport“ sein. Um sich international als Ansprechpartner für solche hochkomplexen Infrastruktur- und Großprojekte ins Spiel zu bringen, geht das Unternehmen Partnerschaften ein, beispielsweise mit der Rocket Corporation Wien, die sich mit Forschung, Entwicklung, Herstellung sowie den Betrieb und Vertrieb von Weltraumtechnik beschäftigt.

Pressekontakt:
Märkischer Kreis, Ursula Erkens 02351 966 6149

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Landrat Ralf Schwarzkopf (2.v.l.) und GWS-Geschäftsführer Jochen Schröder (1.v.r.) besuchten das Familienunternehmen DIMAXBAU im Gewerbegebiet Altena-Rosmart. Auf dem Foto: Hannah, Jörg und Dieter Sanygin. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis

Landrat Ralf Schwarzkopf (2.v.l.) und GWS-Geschäftsführer Jochen Schröder (1.v.r.) besuchten das Familienunternehmen DIMAXBAU im Gewerbegebiet Altena-Rosmart. Auf dem Foto: Hannah, Jörg und Dieter Sanygin. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis