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Mit der Ausstellung „Deine Anne – Ein Mädchen schreibt Geschichte“ sind am Samstag die „Arnsberger Wochen für Demokratie – gegen Rassismus“ eröffnet worden. In der Stadtbibliothek Neheim stellte Bibliotheksleiterin Jutta Ludwig zusammen mit Dr. Tobias Schulte, Leiter der Volkshochschule Arnsberg-Sundern, sowie Alicia Sommer, Vorsitzende des Heimatbundes Neheim-Hüsten, die Ausstellung vor Schülerinnen und Schülern sowie zahlreichen interessierten Besucher:innen vor. Die Wanderausstellung von Anne Frank Zentrum in Berlin erinnert an die Lebens- und Leidensgeschichte von Anne Frank und verbindet ihr im Versteck geschriebenes Tagebuch mit heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen und Herausforderungen für die Demokratie. Sie wird in der Stadtbibliothek Neheim bis zum 13. April gezeigt und ist zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen.
Anne-Frank-Ausstellung bis 13. April
In seinem Grußwort zur Eröffnung erinnerte Bürgermeister Ralf Paul Bittner daran, dass das Schicksaal von Anne Frank zeigt, wie zerbrechlich Menschlichkeit ist und dass Demokratie nicht selbstverständlich sei. Bittner erinnerte daran, dass die Menschen in Deutschland lange unangefochten in einer Demokratie gelebt haben und das Krieg und Bedrohung über Jahre nicht vorstellbar gewesen seien. „Demokratie geht aber auch nicht einfach so weiter“, mahnte der Bürgermeister. Wichtig sei zu vermitteln, dass Demokratie nicht in Frage gestellt wird und dass es nicht zuglassen wird, dass sie in Frage gestellt wird. „Ich sehe mich als Bürgermeister zusammen mit der Stadtgesellschaft in der Pflicht, für unsere Demokratie zu kämpfen – es lohnt sich“, sagte Ralf Paul Bittner.
Für Demokratie kämpfen
Genau hier setzen die „Arnsberger Wochen für Demokratie – gegen Rassismus“ an, die aktuell bereits zum zweiten Mal stattfinden. Sie präsentieren noch bis zum 29. März ein vielfältiges und spannendes Programm, das durch die Unterstützung und Mitwirkung vieler engagierter Partner:innen aus dem Stadtgebiet entstanden ist. Nach der Verlegung von Stolpersteinen mit dem Künstler Gunter Demnig in der Stadt Arnsberg und der Eröffnung der Anne-Frank-Ausstellung in der Stadtbibliothek, warten noch zahlreiche spannende Veranstaltungen auf Interessierte. Über Vorträge, weitere Ausstellungen und vielfältige Aktionen am Internationalen Tag gegen Rassismus haben Schülerinnen und Schüler, aber auch Erwachsene die Möglichkeit, sich dem Thema zu nähern.
"Sei eine Stimme"
Die Foto-Wanderausstellung „Sei eine Stimme“ von der Initiative „Aktion Liebe Deinen Nächsten e.V.“ reflektiert z.B. die Themen Respekt und Fairness und dient der Motivation, gegen Diskriminierung, Rassismus und Rechtsextremismus aktiv zu werden. Die Ausstellung steht vom 23. bis 27. März Schülerinnen und Schülern der zehnten Klassen im Berufskolleg am Berliner Platz offen. Zudem ist die Ausstellung offen für alle am Donnerstag, 26. März, zwischen 09:30 und 14:00 Uhr. Für Gruppen werden nach Anmeldung unter klaus.marschall@bk-beliner-platz.de Führungen angeboten. Am Freitag, 27. März, gibt es von 11.10 bis 12.40 Uhr dann noch eine Podiumsdiskussion mit unterschiedlichen bekannten Persönlichkeiten.
Kinderrechte der UN
Speziell an Kinder ab acht Jahren richten sich zwei Aktions-Nachmittage im Kinder- und Jugendzentrum Neheim (KiJu). Am Freitag und Samstag, 27. und 28. März, sind in der Zeit von jeweils 14 bis 18 Uhr Kinder eingeladen, sich in dem Fotoprojekt „Unsere Rechte – unser Bild! Kein Filter. Kein Fake. Unsere Rechte!“ mit den Kinderrechten der Vereinten Nationen (UN) auseinanderzusetzen. Eine Anmeldung ist dafür nicht erforderlich, das KiJu freut sich aber über eine Interessensbekundung für einen Besuch. Informationen und Kontakt gibt es über die Homepage www.kiju-neheim.de
Internationaler Tag gegen Rassismus
Ein ganz zentraler Tag, der im Mittelpunkt der Demokratiewochen 2026 steht, ist der Internationale Tag gegen Rassismus – bereits am kommenden Samstag, 21. März. An diesem Tag gibt es von 9.30 bis 13.30 Uhr in der Neheimer Fußgängerzone verschiedene Mitmach- und Aktionsstände von Organisationen und Projekten. Um 10 sowie um 11 Uhr wird der Gerd-Schüttler-Kinderchor auftreten, Bürgermeister Ralf Paul Bittner wird den Tag um 10 Uhr eröffnen. An dem Aktionstag stellen u.a. Schülerinnen und Schüler der Agnes-Wenke-Schule und der Roten Schule aus Neheim verschiedene Demokratieprojekte ihrer Schulen vor. An weiteren Mitmach- und Informationsständen beteiligen sich vom Internationalen Arbeitskreis e.V. bis zu den „Omas gegen Rechts“ zahlreiche Initiativen und informieren über ihre Demokratie- und Präventionsprogramme. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind dazu eingeladen und willkommen.
Gestaltung und Unterstützung
Die Stadt Arnsberg dankt allen Beteiligten an der Gestaltung und Unterstützung der Arnsberger Wochen für Demokratie – gegen Rassismus für ihr Engagement. Ein besonderer Dank für die großzügige Unterstützung der Angebote für die Schulen gilt der Stiftung der Sparkasse Arnsberg-Sundern sowie der BürgerStiftung Arnsberg. Die Stadt Arnsberg dankt ebenso für die finanzielle Unterstützung durch das Landesprogramm Kommunale Präventionsketten: Förderaufruf „kinderstark – NRW schafft Chancen“ des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW.
Das komplette Online-Programm der „Arnsberger Wochen für Demokratie - gegen Rassismus“, das laufend aktualisiert wird, ist hier zu finden: www.arnsberg.de/demokratiewochen
Kontakt: Stadt Arnsberg, Frank Albrecht, Pressestelle Stadt Arnsberg, f.albrecht@arnsberg.de
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