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Antrittsbesuch des Landtagsabgeordneten Dr. Gregor Kaiser im Kreishaus Lüdenscheid: Im Dialog mit Landrat Ralf Schwarzkopf ging es unter anderem um die Finanzlage der Kommunen und aktuelle Entwicklungen im öffentlichen Personennahverkehr.
Zu seinem Antrittsbesuch war Dr. Gregor Kaiser, Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalen (Bündnis 90/Die Grünen), jetzt im Kreishaus Lüdenscheid zu Gast. Im Austausch mit Landrat Ralf Schwarzkopf war ein zentrales Thema die zunehmend defizitären Haushalte vieler Kreise, Städte und Gemeinden. Beide waren sich einig, dass die finanzielle Handlungsfähigkeit auf kommunaler Ebene elementar bleibt. „Die Kommunen stehen unter einem enormen finanziellen Druck. Es braucht verlässliche Rahmenbedingungen und eine auskömmliche Finanzierung, damit sie ihre Aufgaben auch künftig erfüllen können“, sagte Schwarzkopf.
Auch die geplanten Änderungen im ÖPNV-Gesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (Schiene.NRW) wurden diskutiert. Der Nahverkehrsplan und die Folgen sind im Märkischen Kreis ein aktuelles Thema. Einerseits gilt es, so Landrat Schwarzkopf, die Defizite der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) nachhaltig zu reduzieren, andererseits müssen Angebote bedarfsgerecht vorgehalten werden. Als mögliche Ansätze werden unter anderem eine stärkere Bündelung von Linien, effiziente Strukturen und eine Weiterentwicklung des Angebots politisch diskutiert. Ziel bleibt, so Kaiser, ein wirtschaftlich tragfähiger und gleichzeitig effizienter und flächendeckender Nahverkehr – gerade im ländlich geprägten Raum.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Integration von Geflüchteten. Dabei stellte der Landrat die Aktivitäten des Märkischen Kreises vor und berichtete über ein Musterbeispiel gelungener Integration. 2022 hatte Vitalii Valko die Ukraine verlassen, weil die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Ukraine immer schwieriger wurden und der Krieg näher an seine Heimat in der Nähe der Hauptstadt Kiew rückte. Heute arbeitet Vitalii Valko in Vollzeit im Büro CL Architektur in Meinerzhagen und lebt in Lüdenscheid – unterstützt durch einen Eingliederungszuschuss des Jobcenters Märkischer Kreis und begleitendes Coaching. Parallel verbessert er kontinuierlich seine Deutschkenntnisse und arbeitet an der beruflichen Anerkennung als Architekt in Deutschland. Dr. Gregor Kaiser ist beeindruckt vom Engagement vor Ort. „Es ist toll zu sehen, wie Integration konkret und erfolgreich umgesetzt werden kann. Die Strukturen des Teilhabe- und Integrationsgesetzes des Landes geben dazu eine gute Grundlage.“
Pressekontakt: Märkischer Kreis, Alexander Bange / 02351 966 6150
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