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27. März 2026,  Herten
Integrationskonferenz in Herten: Wege für gelebte Vielfalt und Zusammenhalt
Herten. Unter dem Motto „Ankommen – Teilhaben und Zusammenleben“ fand in Herten die Integrationskonferenz statt, die wichtige Impulse aus Wissenschaft und Praxis für die zukünftige Integrationsarbeit lieferte. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen eines offenen Dialogs und der Suche nach innovativen Ansätzen, um Integration als gelebten Alltag in der Stadtgesellschaft zu verankern.

Bürgermeister eröffnet die Konferenz

Die Auftaktveranstaltung wurde durch ein persönliches und nachdenkliches Grußwort von Bürgermeister Fred Toplak eröffnet. Er reflektierte kritisch den oft inflationär gebrauchten Begriff der Integration und die gängigen Erwartungen an Zugewanderte. „Seit den 50er und 60er Jahren wird Menschen, die hier leben und zum Teil hier geboren sind, erklärt, wie sie sich zu integrieren haben. Doch die Menschen, um die es geht, werden dabei oft nicht direkt erreicht oder gehört“, so der Bürgermeister. Gemeinsam mit dem städtischen Mitarbeiter Gökhan Kabaca setzt er sich deshalb für neue Wege und Formate ein, um Menschen direkt anzusprechen und nicht über sie zu sprechen.

Der Bürgermeister betonte, dass Integration in Herten gelebter Alltag sei – in Nachbarschaften, Schulen, Vereinen und am Arbeitsplatz. „Herten ist seit Jahrzehnten eine Stadt der Vielfalt – und diese Vielfalt ist eine unserer größten Stärken.“ Er hob hervor, dass Integration nur gelingen kann, wenn beide Seiten – Zugewanderte und Aufnahmegesellschaft – aktiv zusammenwirken. Dabei seien Mitwirkung, Offenheit und faire Chancen essenziell. Fehler der Vergangenheit, wie ein zu großer Fokus auf Arbeit bei zu geringer Beachtung gesellschaftlicher Teilhabe, müssten erkannt und überwunden werden. Im Anschluss folgten weitere Grußworte von Argiro Kamarianaki, der Vorsitzenden des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration (ACI) in Herten. Der ACI, vormals Integrationsrat, stellte die Weichen für die Erstellung des zukünftigen Integrationskonzeptes. Kamarianaki betonte die Bedeutung von Chancengerechtigkeit und die Notwendigkeit, die Integrationsarbeit in Herten nachhaltig und strategisch zu gestalten.

Wissenschaftliche Impulse von Prof. Dr. Laing und Yunus Ulusoy

Die Konferenz wurde durch wertvolle Beiträge von Prof. Dr. Laing, Professor für Rassismusforschung an der Evangelischen Hochschule Bochum, sowie Yunus Ulusoy, Programmleiter am Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung, bereichert. Unter dem Motto „Neue Wege der Integrationsarbeit“ lieferten sie fundierte wissenschaftliche Perspektiven und praxisnahe Anregungen, die den Dialog bereicherten und neue Impulse für die Integrationsarbeit setzten.

Weiterarbeit und Integrationsergebnisse

Nach der Konferenz wird an den identifizierten Handlungsfeldern weitergearbeitet. Die gewonnenen Erkenntnisse und Impulse fließen systematisch in ein umfassendes Integrationskonzept ein, das als strategische Grundlage für die zukünftige Integrationsarbeit in Herten dient. So soll gewährleistet werden, dass die Ergebnisse der Veranstaltung nachhaltig wirken und konkrete Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft umgesetzt werden.

 

Pressekontakt: Stadt Herten, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Corina Plötz, Telefon: 02366 303-180, c.ploetz@​herten.de

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Integrationskonferenz (1)
© Stadt Herten_Calina Herzog

Integrationskonferenz (1)
Bürgermeister Fred Toplak eröffnete die Integrationskonferenz im Hertener Glashaus. Dort ging es um einen offenen Austausch und neue Ideen für ein multikuturelles Zusammenleben in der Stadt.

Integrationskonferenz (2)
© Stadt Herten_Calina Herzog

Integrationskonferenz (2)
In seinem Vortrag setzte Yunus Ulusoy, Programmleiter am Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung, Impulse für neue Wege der Integrationsarbeit.