Lippstadt. Am Sonntag, 26. April 2026, erwarten Kulturinteressierte im Rahmen der Ausstellung „Die Ferne so nah – wie Lippstadt die Welt entdeckte“ zwei besondere Programmpunkte.
Um 11 Uhr findet im Rathaussaal eine Lesung mit anschließendem Gespräch statt. Unter dem Titel „Spielfeld der Herrenmenschen: Kolonialismus und Rassismus“ beleuchtet der Vortrag koloniale und rassistische Kontinuitäten, insbesondere im Kontext des Fußballs. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kulturraum Synagoge e. V. statt und bildet zugleich den Abschluss des Rahmenprogramms zur Ausstellung.
Am Nachmittag um 15 Uhr folgt eine offene Führung durch die Ausstellung in der Rathausgalerie. Diese wird von Dr. Christine Schönebeck und Dr. Claudia Becker geleitet und lädt dazu ein, zentrale Aspekte der Ausstellung gemeinsam zu vertiefen. Beide Veranstaltungen sind kostenfrei und ohne Anmeldung zugänglich.
Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die Ausstellung bis zum 14. Juni 2026 verlängert. „„Mit über 2000 Besucherinnen und Besuchern bislang, darunter auch Schulklassen, und einem erfolgreichen, umfangreichen Begleitprogramm, kann man getrost sagen, dass sich in Lippstadt etwas bewegt, auch im Bewusstsein“, so Museumsleiterin Dr. Schönebeck zum Erfolg der Ausstellung.
„Die verschiedenen Lesungen, Filmvorführungen und Diskussionen haben der Ausstellung eine ganz neue Tiefe gegeben und auch viele aktuelle Aspekte behandelt“, ergänzt Anna Katz, Fachbereichsleiterin Kultur und Bildung der Stadt Lippstadt, und bedankt sich für das Engagement des Vereins.
Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Ausstellung leistet auch eine weitere Kooperation: Ein bedeutender Teil der gezeigten Objekte stammt aus der Sammlung Loag und wird als Leihgabe der Stadt Warstein präsentiert. Die Stücke waren bereits 1908 Teil einer Kolonialausstellung in Lippstadt. Heute ermöglichen sie einen kritischen Blick auf den damaligen Umgang mit kolonialen Kontexten und sogenannter „Exotik“. „Für diese Möglichkeit sind wir sehr dankbar“, betont Christine Schönebeck.
Zukünftig werden weitere Formate Themen dieser Ausstellung und zukünftiger Ausstellungen aufgreifen. Das neue Angebot „Museum am Samstag“ widmet sich beim nächsten Termin beispielsweise dem Thema Kaffee und Tee als Kolonialwaren – speziell für Kinder. Dabei verlässt das Museum bewusst seine Räume und bringt Inhalte nach draußen, um ein sinnliches Erleben dessen zu ermöglichen, was sonst hinter Glas gezeigt wird. Im Kontext der Ausstellung wird mit Kaffee und Tee auch kreativ gearbeitet.
„Wir werden unser Samstagsangebot auch in Zukunft immer wieder nutzen, um laufende Ausstellungen kreativ zu begleiten, Aspekte herauszuarbeiten und neue Zugänge zu Themen zu schaffen. Besucherinnen und Besucher dürfen gespannt sein“, so Dr. Christine Schönebeck.
Pressekontakt: Frau Köller, Pressestelle, pressestelle@lippstadt.de,Tel: 02941/980-313
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