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29. April 2026,  Iserlohn
Startschuss für den Fußverkehrs-Check NRW 2026
Stadt Iserlohn setzt Sicherheit und Attraktivität von Gehwegen auf den Prüfstand
Iserlohn.

Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt und deshalb soll das Gehen in Iserlohn nun mehr Aufmerksamkeit bekommen: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen Fußverkehrs-Check wurde die Stadt Iserlohn vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als Teilnehmer ausgewählt.

Am vergangenen Donnerstag, 23. April, haben Stadtbaurat Thorsten Grote sowie weitere Vertreter der Waldstadt eine Teilnahme-Urkunde von NRW Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer überreicht bekommen.

Die sogenannten Fußverkehrs-Checks liefern praxisnahe Analysen vor Ort, binden Bürgerinnen und Bürger aktiv ein und zeigen konkrete, schnell umsetzbare Maßnahmen auf, um Wege sicherer, attraktiver und barriereärmer zu gestalten. Die Stadt Iserlohn ist seit dem vergangenen Jahr Mitglied im Zukunftsnetz Mobilität NRW, dem landesweiten Unterstützungsnetzwerk für nachhaltige Mobilitätsentwicklung und wird hierbei von der Koordinierungsstelle Westfalen-Lippe, angesiedelt beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), unterstützt.

Zu Fuß zu gehen halte nicht nur fit und schütze das Klima, sondern stärke auch das Miteinander, betont Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer: „Damit das gut funktioniert, brauchen wir sichere und direkte Wege. Die Fußverkehrs-Checks helfen Kommunen dabei, ihre Orte aus der Perspektive der Menschen vor Ort in den Blick zu nehmen und konkrete Verbesserungen anzustoßen. Dass sich so viele Städte und Gemeinden aus Nordrhein-Westfalen dafür interessieren, zeigt, wie wichtig gute Bedingungen für den Fußverkehr vor Ort sind.“

Gemeinsam für bessere Bedingungen zu Fuß

Fußverkehrs-Checks sind ein Angebot des Zukunftsnetz Mobilität NRW. Für einen professionellen Ablauf wird der gesamte Prozess von einem Fachbüro begleitet. Dieses moderiert die einzelnen Schritte, wertet die Ergebnisse aus und bereitet sie so auf, dass die Verwaltung der Stadt Iserlohn darauf aufbauend konkrete Maßnahmen entwickeln kann. Durch den Austausch zwischen Verwaltung, Politik sowie Bürgerinnen und Bürgern wird hierbei auch die Beteiligungskultur gestärkt. Landesweit hatten sich 41 Kommunen beworben, zwölf von ihnen erhielten den Zuschlag. Für die ausgewählten Kommunen ist der gesamte Check kostenfrei, die Finanzierung übernimmt das Land Nordrhein‑Westfalen.

Konkrete Pläne in Iserlohn

Auch in der Stadt Iserlohn gibt es bereits erste Überlegungen. „Wir wissen schon genau, wo wir ansetzen wollen“, sagt Stadtbaurat Thorsten Grote. „Als Erstes werden wir uns Alltagsrouten aber auch Schulwege in der östlichen Innenstadt vornehmen. Durch den professionellen Check und die Begleitung durch ein Fachbüro bekommen wir die Chance, systematisch in die Fußverkehrsförderung einzusteigen und gleichzeitig die Bürgerbe­teiligung voranzutreiben.“

Bewährte Methode für Kommunen

Seit 2019 bietet das Zukunftsnetz Mobilität NRW seinen Mitgliedern den „Fußverkehrs-Checks NRW“ an. Die bewährte Methode enthält mehrere Bausteine. Begehungen sind das Kernstück – sie geben den Teilnehmenden vor Ort die Gelegenheit, Probleme und Sichtweisen auszutauschen und neue Lösungsansätze und Ideen zu diskutieren. Es folgt eine Stärken-Schwächen-Analyse sowie die Erstellung eines Maßnahmenplans mit Prioritäten, die gemeinsam von Bürgerinnen und Bürgern sowie Expertinnen und Experten erarbeitet werden.

Die verschiedenen Etappen werden von einem Planungsbüro begleitet, das die Veranstaltungen moderiert, die Themen bündelt und die Ergebnisse zusammenfasst. Zum Abschluss bekommt jede teilnehmende Kommune eine Auswertung und Handlungsempfehlung. Die Umsetzung ist freiwillig, das Zukunftsnetz Mobilität NRW berät die Kommunen auf Wunsch zur Generierung möglicher Fördermittel. Die Kosten werden vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Nordrhein-Westfalen übernommen.

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v.l.n.r.: Thomas Nienhaus (NWL); Mathis Perkert (Stadt Iserlohn); Thorsten Grote (Stadt Iserlohn); Oliver Krischer (NRW Umwelt- und Verkehrsminister).
© ©Zukunftsnetz Mobilität NRW / Smilla Dankert

v.l.n.r.: Thomas Nienhaus (NWL); Mathis Perkert (Stadt Iserlohn); Thorsten Grote (Stadt Iserlohn); Oliver Krischer (NRW Umwelt- und Verkehrsminister).