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16. Oktober 2026,  Iserlohn
Haushaltssperre für 2026: Iserlohn ergreift Maßnahmen zur Stabilisierung der Haushaltslage
Iserlohn.

Die finanzielle Situation der Stadt Iserlohn stellt den städtischen Haushalt vor erhebliche Herausforderungen. Der aktuelle Budgetbericht prognostiziert für das Jahr 2026 eine deutliche Verschlechterung der städtischen Finanzen.

Maßgeblich dafür ist eine notwendig gewordene Sonderabschreibung im Bereich des Straßenvermögens, die sich aufgrund einer gesetzlich vorgeschriebenen körperlichen Bestandsaufnahme und Bewertung des Straßenvermögens ergeben hat. Der erforderliche Korrekturbedarf war bei der Haushaltsplanung 2026 noch nicht bekannt und somit auch nicht eingeplant.

Damit wird das Gesamtdefizit für das Jahr 2026 voraussichtlich auf rund 57,3 Mio. Euro ansteigen.

Die aktuelle Haushaltsentwicklung macht es erforderlich, Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausgaben zu begrenzen und die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt langfristig zu sichern.

Vor diesem Hintergrund verhängt Stadtkämmerer Michael Wojtek im Einvernehmen mit Bürgermeister Michael Joithe eine Haushaltssperre. Ziel ist es, die Ausgaben der Stadt konsequent zu begrenzen und weitere finanzielle Belastungen möglichst zu vermeiden. Künftig dürfen grundsätzlich nur noch Aufwendungen geleistet werden, zu denen eine gesetzliche oder vertragliche Verpflichtung besteht. Alle Ressorts sind aufgefordert, ihre Ausgaben kritisch zu überprüfen und mögliche Einsparpotenziale zu identifizieren. Damit soll das drohende Defizit möglichst begrenzt und das städtische Eigenkapital geschont werden. Im investiven Bereich können bereits begonnene Maßnahmen fortgeführt werden.

Die Haushaltssperre hat keine Auswirkungen auf finanzielle Leistungen, auf die Bürgerinnen und Bürger einen gesetzlichen Anspruch haben.

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