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Hanau, 02. August 2017
Ökologische Stadttouren per Rad: Genuss, Bewegung, Natur- und Kulturerlebnis, faires Einkaufen in Hanau

Genuss, Bewegung, Natur- und Kulturerlebnis sowie nachhaltiges, faires Einkaufen – all das steckt hinter dem Projekt „Mein grünes Wochenende in Hanau“. Das gehört seit Kurzem zum Angebot des Umweltzentrums Hanau, „um Spaß und Ökologie miteinander zu verbinden“, wie dessen Leiterin Gabriele Schaar-von Römer betont. Natürlich muss es nicht zwingend ein Wochenende sein, wenn sich jemand diese ökologische Stadttour vornimmt. Die gilt es bisher auf eigene Faust zu unternehmen, gestützt durch die Übersicht im Internet unter www.gruenes.wochenende.hanau.de. Schaar-von Römer plant für nächstes Jahr auch geführte Touren, damit die Orte der Nachhaltigkeit mehr ins Bewusstsein rücken – und das sind mehr, als viele auf den ersten Blick glauben.

   Es bietet sich an, für diesen Ökotrip den ersten Fahrradverleih der Brüder-Grimm-Stadt zu nutzen. Den hat ebenfalls erst seit Kurzem das Brockenhaus des Behindertenwerks Main-Kinzig ins Leben gerufen. Komfortabel ist es zumal, denn im Angebot sind fünf Elektro-Bikes, die es über www.fahrradverleih-hanau.de zu ordern gibt. Damit wird nachhaltig auch die Arbeit von und mit gehandicapten Menschen unterstützt.

Dieser Gesichtspunkt begegnet einem auf einer vom Umweltzentrum angebotenen Demonstrationstour mit mehreren Stationen noch einmal. Denn die vom Hanauer Imkerverein verwendeten hölzernen Bienenkästen in verschiedenen Varianten stammen ebenso aus der Produktion des Behindertenwerks Main-Kinzig wie die am Umweltzentrum selbst.

„Blühwiese, bitte nicht betreten“ steht auf einem großen Foto, das einem beim Imkerverein in der Burgallee nahe dem Herbert-Dröse-Stadion begrüßt. Vereinsvorsitzender Matthias Ullmann erläutert die Bedeutung der Bienen für Natur und Volkswirtschaft: Die Insekten ragen mit ihrer Bestäubungsleitung für die Obst- und Gemüsevielfalt auf den Tellern bei. – Das gilt genauso für die Wildbienen, wie sie sich insbesondere im artenreichen Campo Pond-Naturschutzgebiet in Großauheim wohl fühlen. – Dafür freilich muss die Natur ihnen genug bienenfreundliche Pflanzen bieten; etwa durch Wildblumenstreifen, wie sie in Hanaus öffentlichem Straßenraum teils zu finden sind und wie sie vom Umweltzentrum durch Ausgabe von entsprechenden Samentüten gefördert werden.

Vor allem um fairen Einkauf geht es im Weltladen in der Lindenstraße, einer weiteren Station der Öko-Stadtteiltour. Was das bedeutet, zeigt Ingo Jacobsen, einer der hier wirkenden Ehrenamtlichen, beispielhaft für Kaffee: Eine Diagrammkurve zeigt die starken Schwankungen an der New Yorker Kaffeebörse im herkömmlichen Handel. Im Vergleich weist die andere Preislinie Stabilität aus: Die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt als größter europäischer Importeur fair gehandelter Lebensmittel und Handwerksprodukte aus den südlichen Ländern der Welt zahlt den Kaffeebauern höhere vertraglich vereinbarte Preise. Der Laden zwischen Hanauer Marktplatz und Wallonisch-Niederländischer Kirche besticht aber nicht nur durch seine breite Palette an fair gehandelten Lebensmitteln, sondern bietet auch jede Menge Geschenkartikel.

Fair gehandelte Frauenmode und Möbelstücke sowie Schmuck und Geschenkartikel hat Michaela Vay in ihrem „Wohnsinn“ am Freiheitsplatz im Sortiment. Was das Kunsthandwerk-Sortiment aus Bali beispielsweise angeht, steh sie für das Bewahren von Familientradition in der Herstellung, denn sie besucht die Handwerker und garantiert nach eigenen Worten faire Preise.

Nachhaltig und regional ist die Devise von Apfelwein-Kelterer Jörg Stier im MainGenussLaden, ebenfalls eine Station auf der Öko-Genusstour. Sein Ziel lautet: „Die Region schmeckbar machen“. Wie unterschiedlich dabei der Geschmack sein kann, zeigen allein die rund 30 unterschiedlichen Sorten Apfelwein, -saft und -sekt in seinem Sortiment. Für die Getränke sind Streuobstwiesen mit tausenden von Apfelbäumen in der Wetterau, Odenwald und Taunus sowie Maintal und Hanau notwendig. Sie zu pflegen, ist nicht nur ein Beitrag zur Traditionspflege und zum Bewahren der Kulturlandschaft. Schaar von Römer ergänzt um ein weiteres Motiv für diese Gaumenfreude: „Trinken für den Naturschutz“. Denn Streuobstwiesen sind wichtige Lebensräume für Insekten, Vögel und Amphibien.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Ökotour 1
Kooperationspartner bei der Nachhaltigkeitstour: Martin Berg, Vorsitzender des Behindertenwerk mit mietbaren Elektrorädern, und Gabriele Schaar-von Römer, Leiterin des städtischen Umweltzentrums.


Ökotour 2
Imker Matthias Ullmann erläutert, wie wichtig Bienen für die Bestäubung sind - und damit für die Nahrungsvielfalt der Menschen.


Ökotour 3
Für Kelterer Jörg Stier ist der Genuss von Apfelwein ein Beitrag zum regionalen Naturschutz.


Ökotour 4
Schokolade und Kaffee, märchenhaft und fair gehandelt, zu kaufen im Hanauer Weltladen.


Ökotour 5
Michaela Vay hat in ihrem "Wohnsinn"-Laden am Freiheitsplatz fair gehandelte Kleidung im Sortiment.



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