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Iserlohn.
Die „Rhapsodie über ein Thema von Paganini“ von Sergej Rachmaninow ist selbst unter Weltklasse-Pianisten ein gefürchtetes Werk. Es nennt sich nicht „Klavierkonzert“, fordert aber sowohl solistisch hohe Virtuosität und große Interpretationsklasse, als auch im Zusammenspiel mit dem Orchester höchste Präzision auch bei romantisch schwelgenden Passagen, die unvermittelt wieder in packende Rhythmen umschlagen. Keine leichte Aufgabe, doch Alexandra Dariescu, die junge rumänische Gastkünstlerin, stellt sich als „Artist in Residence“ bei den „Internationalen Herbsttage für Musik“ in Iserlohn genau diesem Werk, um das mancher große Tastenkünstler in ihrem Alter noch einen weiten Bogen gezogen hat.
Alexandra Dariescu spielte diese auch „Paganini-Variationen“ genannte Komposition gerade erst bei großen Festivals in den allerersten Sälen in Rumänien, Großbritannien, Norwegen, Finnland und Tokyo. Die Presse feierte sie als „eine der 30 Pianisten unter 30 am Anfang einer spektakulären Karriere“, lobte ihre „mühelose Musikalität und fesselnde Bühnenpräsenz“ und das Publikum der Carnegie Hall in New York lag ihr zu Füßen.
Das Iserlohner Festival präsentiert Alexandra Dariescu in der kommenden Woche gleich mehrfach:
Im Auftaktkonzert „PIANO POLONAISE“ präsentiert sie am Dienstag, 10. Oktober, um 20 Uhr im Parktheater Iserlohn unter anderem Kompositionen von Ludwig van Beethoven (Sonate op. 10,2 F-Dur), Felix Mendelssohn-Bartholdy („Variations sérieuses“) und die „Grande Polonaise Brillante“ von Frédéric Chopin sowie die Transkriptionen für Klavier von Peter Tschaikowskis „Nussknacker-Suite“. Es folgt ein dreitägiger internationaler Meisterkurs, zu dem sich Studenten und talentierte Jungmusiker aus dem In- und Ausland angemeldet haben. Was sie bei Alexandra Dariescu lernen, stellen sie am Freitag, 13. Oktober, um 20 Uhr im Konzertsaal der Musikschule Iserlohn beim „Konzert der Meisterstudenten“ vor (Eintritt frei, keine Reservierung).Im „Festlichen Abschlusskonzert“ des Iserlohner Festivals stellt sich das Philharmonische Orchester Hagen am Sonntag, 15. Oktober, um 11 Uhr im Parktheater Iserlohn zunächst mit der „Akademischen Festouvertüre“ von Johannes Brahms und der 2. Sinfonie von Ludwig van Beethoven unter der Leitung seines neuen Generalmusikdirektors Joseph Trafton in Iserlohn vor. Anschließend wird Alexandra Dariescu schließlich gleich zweifach gefordert: zunächst als Solistin beim 1. Satz von Joseph Haydns Klavierkonzert D-Dur, begleitet vom 50-köpfigen Sinfonieorchester der Musikschule Iserlohn. Das entspricht dem pädagogischen Profil der Festivals, das so stets auch den Musikschülern eine große Förderung ermöglicht und auf begeisterte Resonanz stößt. Und schließlich folgt der Abschluss mit Rachmaninows Rhapsodie – ein Konzert, das dem diesjährigen Festival einen rauschenden Abschluss verspricht.
Die Termine der „Internationalen Herbsttage für Musik Iserlohn“ im Einzelnen:
- Auftaktkonzert “PIANO POLONAISE”
Dienstag, 10. Oktober, 20 Uhr, Parktheater Iserlohn (Alexanderhöhe) Werke für Klavier von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Ludwig van Beethoven, Frédéric Chopin, P. I. Tschaikowski u.a. Alexandra Dariescu (Klavier)
- Konzert der Meisterstudenten
Freitag, 13. Oktober, 20 Uhr, Musikschule Iserlohn (Gartenstraße 39) Eintritt frei, keine Reservierungen
- Festliches Abschlusskonzert
Sonntag, 15. Oktober, 11 Uhr, Parktheater Iserlohn (Alexanderhöhe) Johannes Brahms: „Akademische Festouvertüre“, Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur, Sergej Rachmaninow: „Rhapsodie über ein Thema von Paganini“. Mit dem Philharmonischen Orchester Hagen unter Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton und dem Sinfonieorchester der Musikschule Iserlohn (Joseph Haydn: Klavierkonzert D-Dur, 1. Satz)
Eintrittskarten sind erhältlich bei der Stadtinformation Iserlohn im Stadtbahnhof (Bahnhofsplatz 2), Telefon 02371 / 217-1819, sowie unter .
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