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Großer Fortschritt in der medizinischen Behandlung / Veranstaltungen zum Welt-Aids-Tag Münster (SMS) Nur wer von seiner HIV-Infektion weiß, kann von den Fortschritten in der medizinischen Behandlung profitieren. Deshalb raten das Gesundheitsamt der Stadt und die Aids-Hilfe-Münster allen, die ein HIV-Risiko hatten, einen Test zu machen. Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember laden Aids-Hilfe und Gesundheitsamt auch wieder zu einer Veranstaltungsreihe ein. Traditionell beginnt diese (am Samstag, 25. November) mit einer Straßensammlung. Wenn HIV-positive Menschen frühzeitig mit einer Behandlung beginnen, haben sie wesentliche gesundheitliche Vorteile. Laut Robert Koch-Institut (RKI) erfolgt in Nordrhein-Westfalen jedoch etwa ein Drittel der HIV-Diagnosen erst, wenn die Betroffenen bereits einen fortgeschrittenen Immundefekt aufweisen. Die Zahl der HIV-Neudiagnosen in Münster lag im Jahr 2016 bei 19; in 2017 sind bisher 14 Erstdiagnosen registriert. Nach Einschätzung des RKI weiß aber jede achte HIV-positive Person nichts von ihrer Infektion. Das zeigt, wie wichtig frühzeitige HIV-Tests sind. "Ich ermuntere alle, die Fragen zu HIV haben, die kostenlose, anonyme und vertrauliche Beratung zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten in Anspruch zu nehmen", so Ulrich Besting, der Psychologe der Beratungsstelle der Aids-Hilfe. Guten Rat gibt es in der Aids-Hilfe und im Gesundheitsamt sowohl zum Schutz vor HIV-Infektionen als auch zum HIV-Test. Außerdem erfährt man hier auch, wo eine qualifizierte HIV-Behandlung zu erhalten ist. "Alle Menschen mit HIV sollen von den riesigen Behandlungsfortschritten profitieren können", betont Monika Brosda, Ärztin beim Gesundheitsamt. Wer eine Behandlung frühzeitig beginne, habe ein deutlich geringeres Risiko, Aids oder andere schwere Krankheiten zu entwickeln. Außerdem führe eine erfolgreiche Behandlung der HIV-Infektion dazu, dass die sexuelle Infektiosität vollständig verloren gehe. Angst vor Diskriminierung ist ein wesentlicher Faktor, warum Menschen nicht zum HIV-Test gehen. "In vielen gesellschaftlichen Bereichen sind noch irrationale Ängste vor Ansteckung zu beobachten, die zu Diskriminierung von Menschen mit HIV führen", so die Beobachtung von Ulrich Besting. Auch hier ist die Aids-Hilfe unterstützend tätig. Sie bietet Beratung für Unternehmen, Arbeitskollegen und -kolleginnen von Menschen mit HIV, für im Gesundheitswesen Tätige und weitere Personen an, die unsicher im Umgang mit HIV-positiven Menschen sind. Das Gesundheitsamt bietet nach Vereinbarung auch eine Untersuchung zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten an. Zusätzlich können sich schwule und bisexuelle Männer einmal im Monat in der Beratungsstelle der Aids-Hilfe im Rahmen eines Kooperationsprojektes von Aids-Hilfe und Gesundheitsamt testen lassen. Programm zum Welt-Aids-Tag 2017 in Münster Straßensammlung zum Welt-Aids-Tag Konzert in der Kreuzkirche Zum Welt-Aids-Tag: Requiem von Herbert Howells Speed-Dating der Beratungsstellen Entwicklungen in der Behandlung der HIV-Infektion Tag der offenen Tür und Regenbogen-Frühstück
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