Self-Service-Terminal, Bewohnerparkausweise und Dokumentenmanagement
Runder Tisch Digitalisierung befasst sich mit Projekten für 2018
Ein Self-Service-Terminal soll bis zum Jahresende Einzug im Hanauer Stadtladen halten, um dort die Möglichkeit zu schaffen, vor Ort schnell und ohne Einbindung von städtischem Personal verschiedene Anliegen zu erledigen. „Die theoretischen Möglichkeiten eines solchen Terminals gehen bis hin zu einer Station, die in der Lage ist, biometrische Daten für einen Ausweis zu erfassen“, erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Runden Tisches Digitalisierung“, der sich unter der Leitung von Stadtrat Thomas Morlock dieser Tage getroffen hat, um sich gemeinsam einen aktuellen Überblick über laufende und kommende Projekte in Sachen Digitalisierung zu verschaffen. Janko Schiebeck, Leiter des IT-Servicecenters der Unternehmung Stadt, hatte es gemeinsam mit Uwe Triebel als dem Verantwortlichen für die städtische IT-Infrastruktur übernommen, die Informationen aufzubereiten.
Das geplante Self-Service-Terminal sei aber nur ein weiterer Schritt, um die Stadtverwaltung auf dem Wege der Digitalisierung weiter voranzubringen, so Morlock und erinnert daran, dass nach dem kontinuierlichen Ausbau bis zum Jahre 2022 am Ende rund 500 digitale Dienstleistungen zur Verfügung stehen sollen.
Der Ausblick auf die in diesem Rahmen noch für 2018 geplanten Projekte zeigte, dass drei weitere Serviceangebote für die Bürgerschaft in den nächsten Monaten in der digitalen Welt an den Start gehen sollen. Der Antrag auf einen Bewohnerparkausweis, die Anmeldung zur privaten Sperrmüllabfuhr oder auch die Anforderung von Personenstandsurkunden – bis Ende2018 sollen die Bürgerinnen und Bürger Hanaus sich für diese Anliegen den Weg ins Rathaus oder in einen Stadtteilladen sparen können, weil sie diese auf digitalem Wege erledigen können.
Erklärtes Ziel ist es neben diesen nach außen wirksamen Projekten, auch interne Abläufe durch die Überführung in digitale Be- und Verarbeitungsroutinen zu vereinfachen und zu beschleunigen, um dadurch Personalressourcen zu schonen. Wie dem Sachstandsbericht zu entnehmen war, sind für 2018 der elektronische Kontoauszug, der digitale Rechnungseingang, die Einführung eines Dokumentenmanagement-Systems und ein digitales Vertragsmanagement vorgesehen. Pilotabteilungen sind dabei der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service, der Eigenbetrieb Hanau Kindertagesbetreuung und die zum Ordnungsamt gehörende Ausländerbehörde. Hier will ITSC erste Erfahrungen in der konkreten Umsetzung sammeln, um auf dieser Basis weitere Ämter und Fachbereiche einzubeziehen.
„Eine an die Bedürfnisse der Bürgerschaft und Verwaltung angepasste Infrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für die positive Entwicklung einer wachsenden Stadt wie Hanau. Die Suche nach intelligenten Lösungen muss deshalb einen hohen Stellenwert genießen“, unterstreicht Stadtrat Thomas Morlock, der seit Juli für diese Sonderaufgabe verantwortlich zeichnet, die Bedeutung der angestoßenen Projekte. Dabei sei die Verwaltung schon jetzt auf einem guten Weg, wie die bereits realisierten Projekte wie die Online-Terminvergabe im Stadtladen und den Stadtteilläden und die Anhörung via Internet bei Ordnungswidrigkeitsverfahren belegen.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929
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