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Iserlohn.
Am 29. Mai 1993 – also vor genau 25 Jahren – verloren bei einem Brandanschlag mit rechtsextremem Hintergrund auf das Wohnhaus der Familie Genc in Solingen fünf Menschen ihr Leben.
Der Solinger Anschlag war Höhepunkt einer Welle fremdenfeindlicher, rassistischer Anschläge auf Menschen mit ausländischer Herkunft in Deutschland.
Dieses schreckliche Ereignis sowie weitere rassistisch motivierte Anschläge und Ausschreitungen haben das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund nachhaltig beeinflusst. Die Berichterstattung um die Geschehnisse des NSU-Prozesses ist hierfür beredtes Beispiel.
„Für die Stadt Iserlohn und den Integrationsrat ist es wichtig, den Brandanschlag und seine schrecklichen Folgen der Iserlohner Bevölkerung und somit einer breiten Öffentlichkeit in Erinnerung zu rufen, um damit deutlich zu machen, dass Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in dieser Stadt keinen Raum haben und finden dürfen“, so Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens.
Dokumentiert wird dies insbesondere durch den Beitritt der Stadt Iserlohn in das internationale Städtebündnis „European Coalition of Cities Against Racism“ (ECCAR) im vergangenen Monat.
In zahlreichen Städten NRWs wird am 29. Mai der Opfer des Brandanschlages von Solingen gedacht.
„Ich begrüße es, dass der Integrationsrat der Stadt mit seinem Beschluss vom 18. April die Erinnerung an diesen schrecklichen Tag aufrecht erhalten möchte und wir gemeinsam durch diese Erklärung zum Ausdruck bringen können, dass kein Verständnis für rassistisch motivierte Straftaten gegen Menschen mit anderer Hautfarbe, anderer Religion und Herkunft hier in Iserlohn besteht“, so Dr. Ahrens.
„Mir ist es nicht nur für den Integrationsrat wichtig, dass alle Menschen, die zu uns kommen, eine faire Chance haben, sich einzubringen und wir uns gemeinsam bemühen sollten, dass keine Bevölkerungsgruppe abseits stehen muss“, betont Erbil Eren, Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt.
„Es ist uns wichtig, dass wir mit dieser Erklärung gemeinsam ein Zeichen setzen wollen für ein Miteinander in unserer Stadt und einen gesellschaftlichen Dialog, der darauf abzielt, aufeinander zuzugehen und füreinander einzustehen anstatt sich gegenseitig auszugrenzen“, erklären Erbil Eren und Dr. Ahrens gemeinsam.
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