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Stadt Hanau

 

05. Juni 2018

Gemeinsam für kulturelle Bildung !

Fonds startet unter dem Dach der Brüder-Grimm-Bildungsoffensive Hanau

Kein Kind soll mehr als 2 Euro für ein Gruppenangebot kultureller Bildung im Museum zahlen – so die Devise der Museen in Hanau. Mit dieser Motivation im Rücken erdachte die Leiterin des Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseums, Dr. Victoria Asschenfeldt, einen Fonds für kulturelle Bildung, der sich aus öffentlichen und privaten Mitteln speisen soll, um allen Kindern und Jugendlichen in Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern die Teilnahme an Angeboten kultureller Bildung zu ermöglichen. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen in den anderen Hanauer Museen, Dr. Christianne Weber-Stöber (Deutsches Goldschmiedehaus), Sabine Scholl (Hessisches Forstmuseum) sowie Dr. Katharina Bechler (Städtische Museen Hanau) wurde beschlossen, diese Idee als weiteren Baustein und unter dem Dach der Brüder-Grimm-Bildungsoffensive umzusetzen. Sowohl der Leiter des Fachbereichs Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen, Martin Hoppe, als auch die Leiterin der Stabsstelle für Prävention und Initiatorin der Hanauer Brüder-Grimm-Bildungsoffensive, Anne-Dorothea Stübing waren sofort begeistert von dem niedrigschwelligen Förderprogramm, für das weitgehend auf Bürokratie verzichtet wird. Zudem konzentriert es sich nicht speziell auf förderbedürftige Kinder, sondern möchte unabhängig von den jeweiligen Ausgangsbedingungen ALLE Kinder und Jugendlichen stärker an kulturelle Bildung heranführen.

Dass kulturelle Bildung eine wesentliche Säule der Bildungsbiografie eines Menschen ist und ein wichtiges verbindendes gesellschaftliches Element darstellt, davon sind auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Landrat Thorsten Stolz, Bürgermeister Weiss-Thiel und der Ausländerbeirat überzeugt. Alle waren sofort bereit, den Fonds Fachbereichs- und Landkreis-übergreifend zu unterstützen. So werden künftig nicht nur Kinder und Jugendliche aus Hanau, sondern aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis von dem Angebot profitieren können. Neben den öffentlichen Mitteln haben darüber hinaus auch private Mäzene, die Hanauer Einkaufs GmbH und der erste türkische Fußballverein Hanaus Türk Güçü zu den Mitteln des Fonds beigetragen. Der Fonds ist somit ein ressortübergreifendes, gemeinsames Projekt öffentlicher und privater Unterstützer, die davon überzeugt sind, dass Museen ideale Orte sind, um Kinder und Jugendliche an kulturelle Bildung heranzuführen. So soll ein spielerisches, kreatives, sinnliches und lustvolles Umgehen mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, mit Wirklichkeit und Utopie befördert  werden. Denn kulturelle Bildung stärkt nicht nur Sprach- und Sozialkompetenzen, sie trägt zur Persönlichkeitsbildung bei und befördert langfristig die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen und zu sozialem Engagement.

Bei einem gemeinsamen Treffen aller Unterstützer zum Auftakt des Fonds, der nach den Sommer-Schulferien mit ersten Aktivitäten starten soll, betonte Oberbürgermeister Kaminsky, dass für Hanau und den Main-Kinzig-Kreis die Devise des ehemaligen Frankfurter Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann „Kultur für alle“ als Leitbild gilt und die Brüder-Grimm-Bildungsoffensive mit ihrem neuen Baustein der kulturellen Bildungsangebote in Museen einen weiteren Schritt in die gewünschte Richtung darstellen. „Denn nur gemeinsam könnten wir die anstehenden Aufgaben meistern und kulturelle Bildung kann dazu wesentliche Grundlagen beisteuern.“

Der Fonds für kulturelle Bildung im Museum unter dem Dach der Brüder-Grimm-Bildungsoffensive ist weiter zuwendungsoffen, soll in die Zukunft fortgeschrieben werden und wird nach einem Jahr evaluiert.

Ansprechpartnerin für den Fonds für kulturelle Bildung ist Dr. Victoria Asschenfeldt, Leiterin des Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseums in Hanau-Wilhelmsbad.

Pressekontakt:
Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929



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