Das historische Gedächtnis Magdeburgs ging 1631 vollständig verloren. 1945 wurden weitere unersetzliche Dokumente des Stadtarchivs zerstört. Dr. Björn Schmalz weiß, wie Quellen des Landesarchivs dabei helfen können, diese Erinnerungslücken zu schließen. Der Vortrag „Das andere Stadtarchiv. Quellen zur Magdeburger Stadtgeschichte im Landesarchiv Sachsen-Anhalt" beginnt um 19.00 Uhr im Kaiserin-Adelheid-Foyer des Alten Rathauses. Alle Magdeburgerinnen und Magdeburger sowie Gäste der Stadt sind eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Das Landesarchiv Sachsen-Anhalt in der Brückstraße – vielen noch als Staatsarchiv Magdeburg bekannt – gehört zu den bedeutendsten Archiven in Deutschland. Seine Bestände gehen bis in die Zeit der Ottonen zurück und enthalten unter anderem die Überlieferung der Magdeburger Erzbischöfe und der Regierungsbehörden aus preußischer Zeit.
Für Forschungen gerade zur älteren Stadtgeschichte ist das Landesarchiv seit Generationen eine erste Adresse. Dabei sind freilich auch methodische Probleme zu lösen. Der Blick „vom Land auf die Stadt“ war oft genug ein Zerrbild, denn jahrhundertelang lagen Stadt und Erzbischof politisch im Streit miteinander. Björn Schmalz stellt die einschlägigen Bestände des Landesarchivs vor, geht auf Fragen der Quellenkritik ein und erläutert die aktuellen Möglichkeiten der Onlinenutzung.
Der Archivar und Historiker Dr. Björn Schmalz hat an der Universität Leipzig und an der Archivschule Marburg studiert. Er ist als Dezernent im Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Magdeburg, tätig.
Die Reihe „Vorträge zur Stadtgeschichte“ des Stadtarchivs startet mit der Veranstaltung am kommenden Dienstag in die zweite Jahreshälfte. Die weiteren Veranstaltungen finden am 18. September, 23. Oktober und 13. November jeweils um 19.00 Uhr im Alten Rathaus statt. Das Programm gibt es als Flyer oder online unter www.magdeburg.de/stadtarchiv.