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Iserlohn.
Am Mittwoch, 12. September, um 17 Uhr, beginnt im Stadtmuseum eine öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Literatur in Iserlohn von 1945 bis 1965“. Das Stadtmuseum lädt in Kooperation mit Dr. Walter Wehner, aus dessen Sammlung die Exponate überwiegend stammen, alle Interessierten herzlich dazu ein.
„Welche Folgen hatte das Kriegsende für den Literatur- und Filmbereich Iserlohns? Wie wirkten sich die folgenden Jahrzehnte auf die Verlage, die Schriftsteller und ihre Veröffentlichungen aus? - Der Literaturbegriff wird in der Ausstellung sehr weit gefasst. Nicht nur die „ernstzunehmende“ Belletristik, sondern auch die nicht minder ernstzunehmende Heftchen-Literatur, Kinderbücher und die Leihbuchware finden Beachtung und auch das, was in den Iserlohner Kinos nicht gezeigt wurde. Bei der Sichtung des Materials fiel besonders auf, dass nach 1945 vieles beim Alten blieb, personell und manches auch strukturell. Die Netzwerke der NS-Zeit hielten weiter – in der Verwaltung, der Politik und der Literatur. Überraschend groß war die Anzahl der NSDAP-Mitglieder in der Kulturverwaltung und im Literaturbereich – wobei beides nicht selten in einer Person zusammenfiel – und unerwartet war auch die umfangreiche Produktion von Leihbüchern in Iserlohn und seinen Nachbarorten. Daneben gab es in den 1950er Jahren aber auch Aufbrüche für eine moderne Dichtung, die sich durchaus mit den Spitzenleistungen der damaligen Zeit messen konnte, sich aber im Iserlohner Literatur- und Kulturbetrieb nicht durchsetzen ließ.“ (Dr. Walter Wehner)
Neben den ausgestellten Objekten aus der Sammlung von Dr. Walter Wehner wurden einige besonders rare Stücke dankeswerterweise vom Stadtarchiv Iserlohn zur Verfügung gestellt.
Die öffentliche Führung durch die Sonderausstellung mit Dr. Walter Wehner ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten unter 02371 / 217-1961 oder -1963 oder per Email an: museum@iserlohn.de.
Eine weitere Führung wird am Sonntag, 23. September, um 11 Uhr, angeboten. Führungen mit Dr. Wehner für Schulklassen und Gruppen sind ab 10. September möglich. Interessierte werden gebeten, mit dem Stadtmuseum Kontakt aufzunehmen.
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