Unna, den 10. September 2018
Weitere Bodenprobenentnahmen
Kleingartenanlage Hermannstraße auf dem Gelände des „Kleingärtnervereins Königsborn e.V.“
Kreisstadt Unna.
„In den 70er Jahren wurde die Kleingartenanlage, mit Wissen aller Beteiligten, auf einer ehemaligen Deponie für Hausmüll, Bauschutt und industrielle Abfälle errichtet. Seit Schaffung der Kleingartenanlage im Jahr 1964 haben sich das Wissen, das Bewusstsein und gesetzliche Vorgaben zur Gefahrenabwehr und Altlasten erheblich verändert.
Dies berücksichtigend, hat die Kreisstadt Unna die Fläche zum Ausschluss von Gefährdungen vorsorglich untersuchen lassen. Bodennah ergaben sich keine Erkenntnisse, die eine Gefährdung darstellen.
Die bei tieferen Untergrunduntersuchungen punktuell festgestellten Werte zu Belastungen des Bodens mit Mineralölkohlenwasserstoffen, die u.a. Bestandteile von Erdöl sind, sollen nunmehr näher untersucht werden. Derartige Belastungen können durch z.B. Benzine, Kerosine, Diesel-, Heiz-, oder Schmieröle herbeigeführt worden sein.
Mit den neuerlichen Probenentnahmen soll nun das Ausmaß, die Ausdehnung und die Ursache der festgestellten Belastungen ermittelt werden. Die Ergebnisse sind erforderlich, um einer möglicherweise davon ausgehenden Gefährdung, insbesondere des Grundwassers, begegnen zu können.“
Wie sich schon 2017 bei den ersten Bodenproben gezeigt hat, gibt es keine Schadstoffgefährdungen für die Kleingartennutzung. Um aber auch langfristig denkbare Belastungen des Grundwassers ausschließen zu können, sollen jetzt Erkenntnisse über tiefer liegende Bodenschichten, gewonnen werden.
Dazu werden auf vier Parzellen der Kleingartenanlage und auf zwei Grundstücksflächen in unmittelbarer Nähe zu den Gleisanlagen Bohrproben in enger Abstimmung mit dem Verein genommen.
Diese Bodenproben werden mittels Rammkernsondierungen entnommen und analysiert, um die konkrete Lage und das Ausmaß der in tief liegenden Bodenschichten ermittelten PAK-Belastung (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) des Bodens festzustellen und daraus abzuleiten, ob und ggfls. wann welche Maßnahmen zu treffen sind. Auch bei diesen mit dem Kreis Unna abgestimmten Untersuchungen erfolgt eine enge und offene Zusammenarbeit zwischen den Kleingärtnern, dem beauftragten Unternehmen und der Kreisstadt Unna.
Damit setzt die Kreisstadt Unna die in 2017 angestoßene Maßnahme fort, aus der Vergangenheit herrührende Umweltbelastungen und mögliche Gefährdungen zu ermitteln und zu beseitigen.“
Pressekontakt: Kreisstadt Unna, Pressestelle Kreisstadt Unna