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18. Juli 2014
Ein sicherer Ort für Kinder und Jugendliche in Not
30 Jahre Kinder- und Jugendschutzhaus Ölper
Braunschweig. Das Kinder- und Jugendschutzhaus Ölper an der Celler Heerstraße besteht seit 30 Jahren. Als Einrichtung der Stadt Braunschweig ist es bedeutsamer Teil des Kinderschutznetzes und Kooperationspartner anderer Fachabteilungen, Träger und Dienste. Das Haus nimmt Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen bis zur Volljährigkeit gemäß § 42 Sozialgesetzbuch VIII auf, die im Rahmen des Kinderschutzes in Obhut genommen werden müssen. Es bietet ihnen ein sicheres Umfeld, wenn sie - aus unterschiedlichsten Gründen, die vielfach durch die Lebenslagen ihrer Familien bedingt sind - dessen bedürfen, um zur Ruhe zu kommen, Vergangenes zu verarbeiten und mit fachlicher Unterstützung Perspektiven zu entwickeln.

„Im Kinder- und Jugendschutzhaus arbeiten erfahrene und speziell geschulte pädagogische Fachkräfte im Team nach dem Bezugsbetreuungsprinzip, die diese gemeinsame Idee seit nunmehr drei Jahrzehnten Tag für Tag in die Tat umsetzen: Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in einer besonders schwierigen Zeit ihres Lebens zur Seite zu stehen“, sagt der Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, Norbert Winkler. „Hier finden sie einen Ort, der ihnen, wenn sie in Not sind, Schutz bietet, bis eine weiterführende pädagogische Maßnahme greift oder sich die Situation in der Herkunftsfamilie so weit stabilisiert hat, dass eine Gefährdung nicht mehr gegeben ist.“ Zehn Plätze und eine Betreuung rund um die Uhr mit einem Betreuungsschlüssel von eins zu zwei ermöglichen es, den besonderen Bedürfnissen der kleinen und größeren Bewohnerinnen und Bewohner gerecht zu werden.

„Ein Blick in die Statistik zeigt den wachsenden Bedarf an einer solchen Einrichtung für den Kinderschutz in der Stadt Braunschweig“, fügt die Leiterin des Kinder- und Jugendschutzhauses Ölper, Heike Stappmanns hinzu. „Betrug die durchschnittliche tägliche Belegung im Jahre 1998 noch fünf Kinder und Jugendliche, so lag sie im Jahr 2013 bereits bei 8,4. Ebenfalls angestiegen ist die Anzahl der Übernachtungen im Vergleich zum Jahr 1998. Seinerzeit waren es 1847, im Jahr 2013 lag die Zahl bei 3068.“

Im Laufe der Jahre hat es vielerlei Änderungen wie in etwa in der Besetzung des Teams, in der Leitung des Hauses, sowie in seiner Ausgestaltung und Nutzung, aber auch in der fortlaufend optimierten Konzeption gegeben. Weiterhin wurde der Außenbereich neu gestaltet. „Die Räume im Haus wurden mit Unterstützung der Besatzung der Korvette ‚Braunschweig‘, zum Teil unter Mithilfe der jungen Bewohnerinnen und Bewohner altersgerecht renoviert“, berichtet Heike Stappmanns. „Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen Förderverein gegründet, und es kam zu einer guten Zusammenarbeit mit engagierten Sponsoren.“ Dabei sind vor allem die Patenschaft durch die Korvette "Braunschweig" und die erfolgreiche Kooperation mit den Wirtschaftsjunioren Braunschweig zu nennen.




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