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Iserlohn.
Am Donnerstag vergangener Woche trafen sich zahlreiche Lehrkräfte der Iserlohner Grundschulen, Vertreter der Grundschul-Fördervereine und der freien und kommunalen Träger der Jugendhilfe, Mitglieder des Vereines Kinderlobby Iserlohn sowie Vertreter der Iserlohner Jugendkunstschule und interessierte Eltern zu einer Informationsveranstaltung über "Die Offene Ganztagsschule im Primarbereich" in der Aula des Hemberg-Schulzentrums. Eingeladen hatte der Leiter des Ressorts Soziales, Jugend, Schule, Sport der Stadt Iserlohn, Dr. Wolfgang Besler.
Zum Auftakt der etwa zweistündigen Veranstaltung berichteten Birgit Köhler (Grundschule Lichte Kammer) und Petra Ninnemann (Grundschule Sümmern) von ihren Erfahrungen mit der Ganztagsschule und ihren unterschiedlichen Konzepten. Beide Schulleiterinnen betonten, dass es sich lohne, den Weg zum Ganztag zu machen und dass sowohl Lehrer als auch Kinder von einer Schule profitierten, die ihren Schülern und Schülerinnen ein vielfältiges Förder- und Freizeitangebot bietet. Die engagierten Pädagoginnen sprachen von der neuen Sichtweise, die sie durch die Zusammenarbeit mit den Betreuungskräften am Nachmittag gewonnen haben, und machten gleichzeitig deutlich, dass die Organisation des Ganztages einen erheblichen Aufwand und Idealismus verlangt.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellte Dr. Wolfgang Thoring vom Landesjugendamt Münster den Erlass des Ministeriums mit seinen Grundsätzen und aktuellen Änderungen vor. Dabei verdeutlichte er die derzeitige Situation, dass die beteiligten Stellen (Schulen, Jugendhilfe, Stadtverwaltung) schon “spielen” müssen, obwohl das “Drehbuch” (Erlass) noch viele offene Fragen beinhaltet. So sieht zum Beispiel eine der geplanten Änderungen des Erlasses die Einbindung der Horte in das Konzept der Ganztagsgrundschule als Förderbedingung vor.
Am Ende der Informationsveranstaltung blieb nicht genug Zeit, um alle Fragen der Zuhörer zu beantworten. Dennoch hatte dieser Nachmittag gezeigt, dass die Vertreter aller beteiligten Stellen den gemeinsamen Weg beschritten haben, ein neues Profil von Bildung, Erziehung und Betreuung für die Iserlohner Grundschulkinder zu realisieren.
Abschließend lud Dr. Wolfgang Besler alle Interessierten ein zur geplanten gemeinsamen Sitzung des Schul- und Jugendhilfeausschusses der Stadt Iserlohn im Februar 2004. Dann werden Schulleiterin Birgit Köhler ihren Erfahrungsbericht zum Pilotprojekt und Dr. Wolfgang Thoring über den aktuellen Stand der Offenen Ganztagsschule und die Auswirkungen auf die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule berichten. Der genaue Sitzungstermin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
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