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Iserlohn.
Am Donnerstag, 30. September, wird um 19.30 Uhr die Ausstellung “Rahn schießt...3:2 - Die Fußball-Weltmeisterschaft 1954" im Iserlohner Stadtmuseum am Fritz-Kühn-Platz eröffnet. Die WM-Beauftragten der Stadt Dortmund, Gerd Kolbe, und der Stadt Iserlohn, Michael Jüdt, geben eine Einführung in die Ausstellung. Als besondere Gäste haben sich die Schauspieler Markus Mozin (spielte Kwiatkowski) und Knut Hartwig (spielte Fritz Walter) aus dem Film “Das Wunder von Bern” zur Ausstellungseröffnung angekündigt. Sie werden von den damaligen Dreharbeiten erzählen.
Die Stadt Iserlohn, die sich bekanntlich um die Unterbringung einer Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bemüht, möchte mit dieser Ausstellung einen weiteren Beitrag dazu leisten, die Vorfreude auf dieses Weltereignis zu wecken.
“Rahn schießt...3:2" - Ein Fußballspiel mit einer solchen enormen Wirkung wird es wohl in Deutschland nicht mehr geben. Das legendäre 3:2 der deutschen Nationalmannschaft gegen die schier übermächtig erscheinenden Ungarn war ein Ereignis von großer Bedeutung für die Menschen in einem geteilten Land, das nach Beendigung des Wahns der faschistischen Machthaber noch wenige Jahre zuvor in Schutt und Asche lag. „Man war (zumindest auf sportlicher Ebene) wieder wer.“ Die Ausstellung „Rahn schießt...3:2 - Die Fußball-Weltmeisterschaft 1954“ zeichnet den deutschen Weg zum WM-Titel 1954 nach. Aber auch alle anderen Spiele sind dokumentiert.
Die sportliche Situation vor der WM 1954 war gekennzeichnet durch die fußballerische Extraklasse der Ungarn. Sie waren 1952 Olympiasieger geworden, hatten in 32 Länderspielen in Folge nicht verloren, erreichten 28 Siege und vier Unentschieden bei einem Torverhältnis von 144:33 Toren. Puskas & Co galten als unschlagbar. In Budapest wurde bereits vor der Weltmeisterschaft eine Briefmarke für den Weltmeister Ungarn gedruckt. Sie kam nie auf den Markt.
Fußball-Deutschland hingegen durfte erst seit Anfang der 50er Jahre wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Die Schweiz war der erste Gegner. Der Weg zum WM-Titel: 4:1 gegen die Türkei, 3:8 gegen Ungarn, 7:2 in der Wiederholung gegen die Türkei, 2:0 gegen Jugoslawien, 6:1 gegen Österreich und 3:2 im Endspiel gegen Ungarn. Insgesamt erzielte Deutschland im WM-Turnier innerhalb von sechs Spielen 25 Tore.
Die Ausstellung zeigt auch internationale Akteure, die später in Deutschland zumeist als Trainer Rang und Namen hatten. Ernst Happel (Österreich), Branko Zebec, Tschik Cajkowski und Ivica Horvat (Jugoslawien) spielten in ihren Ländermannschaften bedeutende Rollen.
Die Präsentation „Rahn schießt... 3:2 - Die Fußball-Weltmeisterschaft 1954“ zeigt Leihgaben aus dem Fußballarchiv des Dortmunder WM-Beauftragten Gerd Kolbe, eine imposante Sammlung aus Original-Zeitungsberichten, Bildern, Autogrammen und vielem mehr, aus dem ebenso umfangreichen Privatbesitz von Josef Engel aus Hillmicke im Kreis Olpe und Objekte aus dem Sport- und Olympiamuseum in Köln. Bronzefüße als Original-Abdrücke von Fritz Walter und Ottmar Walter der Designerin Brigitte Schmitges runden die Ausstellung ab. Die Ausstellung ist bis zum 14. November im Iserlohner Stadtmuseum zu sehen.
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