Zeitzeugnisse für eine Ausstellung von Stadtmuseum und Städtischer Galerie gesucht
Iserlohn.
In Deutschland leben heute mehr als 7 Millionen Migrantinnen und Migranten. Das ist Grund genug, der Thematik Einwanderung eine Ausstellung zu widmen. 2005 besteht ein besonderer Anlass dafür: der 50. Jahrestag des ersten Abkommens zur Anwerbung von sogenannten "Gastarbeitern" zwischen Deutschland und Italien. Als Stadt am Rande des Ruhrgebiets mit einem hohen Anteil an mittelständischer Industrie, wurden auch in Iserlohner Betrieben viele ausländische Arbeitskräfte beschäftigt. Doch die Geschichte der Einwanderung beginnt nicht erst mit der Arbeitsmigration in den 50er und 60er Jahren und sie endet auch nicht mit dem Anwerbestop im Oktober 1973. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts arbeiteten zahlreiche Fremd- und Saisonarbeiter in den Steinbrüchen und Kalkwerken im heutigen Iserlohner Stadtgebiet und bis heute ist Iserlohn Wohn- und Arbeitsort bzw. Ziel von Migranten mit den unterschiedlichsten Beweggründen. Stadtmuseum und Städtische Galerie Iserlohn greifen die Thematik in einer durch die Dipl. Museologin Christine Braunersreuther kuratierte Ausstellung im Juni/Juli 2005 auf. Ziel ist es, die Geschichte der Einwanderung nicht nur in Zahlen und Daten aufzuzeigen, sondern sie aus Sicht der Migranten, ihrer Nachbarn, Freunde und Kollegen zu erzählen. Denn Migrationsgeschichte ist immer auch persönliche Geschichte. Um diese Geschichten präsentieren zu können, werden noch Menschen gesucht, die das Projekt mit ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und Erinnerungsstücken unterstützen. Andenken an die Reise aus dem Herkunftsland - seien es Notizbücher, Briefe, Fotos oder Erinnerungen in Form eines Interviews, sind ebenso gerne gesehen wie Dokumente und Unterlagen zur Einreise. Für ein Fotoprojekt der Städtischen Galerie werden außerdem Personen gesucht, die ihr alltägliches Lebensumfeld dokumentieren. Kameras werden zur Verfügung gestellt.
Alle Gegenstände werden natürlich nach Ende der Ausstellungszeit wieder zurück gegeben. Von Fotos, Filmen und Dokumenten können Reproduktionen angefertigt werden.
Wer etwas zu dem Projekt beitragen möchte oder weitere Informationen wünscht, wird gebeten, sich mit Christine Braunersreuther, Telefon: 0176-271 70 598, Email: Lilith126@aol.com, in Verbindung zu setzen.
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