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Pressemitteilung vom 05.01.2005
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Wien und seine Literaten-Cafés - Eine nostalgische Zeitreise in die Kaffeehauskultur
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Stadtmuseum lädt ins Barendorf ein

Iserlohn.

Noch bis Sonntag, 23. Januar, ist die Ausstellung "Kaffee ernten, rösten, mahlen" im Iserlohner Stadtmuseum, Fritz-Kühn-Platz 1, zu sehen. Zur Abschlussveranstaltung am Sonntag, 30. Januar, um 15.00 Uhr sind alle Interessierten herzlich zu einem Kaffeehaus-Nachmittag im Haus A der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf, Baarstraße 220 - 226, eingeladen.

Wien und “Kaffeehaus” - beide Begriffe sind eng miteinander verwoben. Schon 1840 berichtet ein zeitgenössischer Chronist: " Das Wiener Kaffeehaus steht nicht nur einzig in seiner Art, es ist auch unnachahmbar."
Vor rund 100 Jahren kam dann die große Zeit des literarischen Kaffeehauses. So traf sich die Dichtergruppe “Jung-Wien” - unter anderem mit Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal - regelmäßig im Café Griensteidl. Noch berühmter wurde das Café Central, wo sich Autoren, Journalisten und Intellektuelle, wie zum Beispiel Franz Werfel, Egon Erwin Kisch und Karl Kraus, die Klinke in die Hand gaben. Zum Prototypen des Kaffeehausliteraten schlechthin avancierte hier Peter Altenberg, der das “Central” gar zu seiner Postadresse machte.
Die Nachfolge des “Central” trat in den 20er Jahren das Café Herrenhof an, wo der junge Friedrich Torberg den Wortkünstlern jene Anekdoten ablauschte, die er später in seiner "Tante Jolesch" dieser untergegangenen Ära der Kaffeehauskultur widmete.
Aber auch heute noch lässt sich in der Wiener Kaffeehaus-Szene jene nostalgische Atmosphäre nachspüren. Neben dem “Central” und dem “Griensteidl” versetzen auch Cafés wie das “Sperl”, “Museum” oder “Landtmann” den Besucher in die große Zeit des Kaffehauses.
Das möchten mit dieser Veranstaltung bei Kaffee und Kuchen auch die beiden “Kaffeehausgänger” Torsten Reters und Wolfgang Hoffmann, indem sie die Kaffeehaus-Literaten rezitieren und mit Dias und Filmausschnitten die Cafés optisch erstehen lassen.

Der Eintritt kostet zehn Euro. Karten sind bei der Stadtinformation, Theodor-Heuss-Ring 24, Tel. 02371/217-1820, erhältlich.



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