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Pressemitteilung vom 27.04.2005
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Nächster Gesprächskreis für Angehörige von Alzheimererkrankten am 2. Mai im Seniorenzentrum Waldstadt Iserlohn - Thema: Zugang zu anderen (Erlebens-)Welten
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Iserlohn. Am kommenden Montag, 2. Mai, findet ab 18.00 Uhr der nächste Gesprächskreis für Angehörige von Alzheimererkrankten im Seniorenzentrum Waldstadt Iserlohn, Alexanderstraße 1, (in den Räumen der Tagespflege) statt.

Dieses Mal ist das Schwerpunktthema die sogenannte “Integrative Validation” als Methode für den Umgang und die Gesprächsführung mit an Demenz erkrankten Menschen. “Wie können Pfleger und pflegende Angehörige Zugang zu den Erlebenswelten von Menschen mit Demenz finden? Wie kann der konkrete Umgang gestaltet werden, wenn sich diese Menschen in "anderen Wirklichkeiten" befinden? Wie ist es möglich, auf Menschen mit Demenz zuzugehen, Gespräche zu führen und sich mit ihnen auszutauschen?” Auf diese Fragen sowie auf Erfahrungen aus der Anwendung der IVA-Methode im Seniorenzentrum soll an diesem Abend eingegangen werden.

Die Integrative Validation (IVA) basiert auf einer gewährenden und wertschätzenden Grundhaltung und orientiert sich unter anderem an der Erfahrungswelt der Erkrankten, wie zum Beispiel Trauer, Ärger, Misstrauen aber auch Ordnungssinn und Fürsorge. Mit Hilfe der IVA-Methode sollen sich Menschen mit Demenz verstanden und ernst genommen fühlen. Sie soll Vertrauen aufbauen und die Betroffenen durch das Eingehen auf ihre Gefühle stärken. Dabei werden die Rahmenbedingungen der praktischen Altenpflege berücksichtigt. Die IVA-Methode soll in kleinen Schritten den Demenzkranken Gefühle der Zugehörigkeit, Ruhe, Sicherheit, Verminderung von Angst und Stress vermitteln und ihnen ein wacheres “Hier-Sein”, die Förderung von Kontakt- und Beziehungsaufnahme zu anderen und das Schaffen einer “Zuhaus-Situation” ermöglichen.

Für ihre Arbeit mit Demenzkranken haben die Mitarbeiter des Seniorenzentrums Waldstadt Iserlohn ein spezielles Konzept erarbeitet, das auch die Anwendung der IVA-Methode beinhaltet. Geschult wurden sie von der IVA-Trainerin Andrea Bechheim, die auch das Gesamtkonzept begleitet. Beim Gesprächskreis am kommenden Montag wird Sozialarbeiterin Ingrid Ebbinghaus über die Anwendung dieser Methode berichten. Außerdem haben die Teilnehmer des Gesprächskreises die Möglichkeit zum persönlichen Erfahrungsaustausch und können Hilfestellungen bekommen. Alle Angehörigen von Demenzerkrankten sind herzlich willkommen. Sie können über ihre Probleme sprechen oder einfach nur zuhören.

Das städtische Seniorenzentrum bietet den Gesprächskreis für Angehörige von Alzheimererkrankten in Zusammenarbeit mit der Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V. an. Er findet regelmäßig am ersten Montag im Monat statt. Dabei werden jeweils unterschiedliche Schwerpunktthemen aufgegriffen. Während der Treffen können Teilnehmer ihre zu pflegenden Angehörigen im Seniorenzentrum fachlich betreuen lassen. Dafür wird um eine vorherige Anmeldung unter Telefon 02371 / 809014 gebeten. Für Fragen und weitere Informationen zum Gesprächskreis steht Ingrid Ebbinghaus unter der genannten Telefonnummer gern zur Verfügung.



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