Die jüdische Lyrikerin Rose Ausländer in Texten und Liedern am Mittwoch 1. Juni im Varnhagenhaus
Iserlohn.
Rose Ausländer steht im Mittelpunkt des nächsten Lila Salons, am Mittwoch, 1. Juni, um 19.30 Uhr, im Varnhagenhaus, Piepenstockstraße 21. Unter dem Motto “Wer wird sich meiner erinnern?” versuchen Ulrike Schlottbohm (Rezitation) und Mechtild Lendermann (Klavier) sich dem Leben und Werk der jüdischen Lyrikerin in Gedichten, Prosatexten und biographischen Erläuterungen zu nähern. Dazzu sind alle interessierten Bürgerinnen herzlich eingeladen. Der Eintritt kostet vier Euro.
Rose Ausländers Leben ist spannend wie ein Roman. Geboren 1901 in Czernowitz, Hauptstadt der damals zu Österreich-Ungarn gehörenden Bukowina, wandert sie zweimal in die USA aus und hätte sich in Sicherheit wiegen können. Dort hält sie sich als Bankangestellte finanziell über Wasser und arbeitet gleichzeitig als Journalistin und Schriftstellerin. Ausgerechnet als 1939 der Krieg beginnt, kehrt sie jedoch in ihre Geburtsstadt zurück, um ihre schwerkranke Mutter zu pflegen. Zwei Jahre später, nachdem deutsche Truppen die Stadt besetzt hatten, wird sie ins Ghetto gebracht, wo sie den jungen Paul Celan kennenlernt. Nach Wanderjahren quer durch Europa wird Düsseldorf schließlich ihre Wahlheimat, wo sie bis zu ihrem Tod im Jahre 1988 lebt. Ihr Nachlass wird auf rund 3000 Gedichte geschätzt, von denen die meisten bisher veröffentlicht wurden.
Weitere Informationen gibt’s bei der städtischen Gleichstellungsstelle unter der Telefonnummer 02371/217-1330 oder beim Ev. Kirchenkreis unter der Telefonnummer 02371/795204.
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