Iserlohn.
Haltern am See war in den Sommerferien vom 11. bis 15. Juli das Ziel einer elfköpfigen Jungengruppe im Alter von zehn bis vierzehn Jahren. Gemeinsam mit Frank Müller und Joachim Eisenhardt vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Iserlohn starteten sie zu einer aufregenden Fahrrad- und Kanufreizeit. Los ging es per Rad am Iserlohner Bahnhof bis nach Marl Sinsen. Von dort aus führte der Weg über Stock und Stein nach Haltern, wo bereits Frank Müller mit dem Trappermobil, Gepäck und Bootsanhänger an der Jugendherberge wartete. Die wunderschöne Lage des Quartiers direkt am See nutzten die Iserlohner noch am ersten Abend zu einem erfrischenden Bad. Am nächsten Tag wurden die Boote zu Wasser gelassen und die Erkundungs-Tour auf dem Halterner Stausee konnte beginnen. Das neu eröffnete Strandbad mit seinem neunhundert Meter langen Sandstrand lud zu einer gemütlichen Pause ein und schon nach kurzer Zeit hatten alle den Eindruck, an der Nordsee zu sein. Die Rückfahrt zur Jugendherberge wurde genutzt, um sich mit den Paddel-Techniken im Kanadier vertraut zu machen. Am nächsten Morgen galt es dann, sich auf eine andere Sportart umzustellen: Fahrradfahren war angesagt. Sie erkundeten schon einmal die Strecke, die am nächsten Tag auf der Lippe bei einer großen Paddeltour bewältigt werden sollte. Am Wesel-Datteln-Kanal bestaunten die technikbegeisterten Jungen in der Mittagspause eine riesige Schleuse für Frachtschiffe. Ein Bad in der Steier verschaffte den Radfahrern nach der langen interessanten Fahrt eine wohlverdiente Abkühlung. Einige aus der Gruppe hatten erstaunlicherweise am Abend noch genügend Kräfte, unermüdlich einige Runden auf der hauseigenen Mountainbike-Strecke der Jugendherberge zu drehen. Obwohl in wenigen Stunden alle wieder fit sein mussten für die fünfstündige Paddeltour auf der Lippe. Trotz aller Strapazen gab es am nächsten Tag keine Ausfälle zu beklagen und die Gruppe bewältigte von Ahsen an eine Strecke von vierzehn Kilometern auf einem der schönsten Flüsse Deutschlands. Die Übungen der ersten Tage zeigten bereits Wirkung - alle paddelten erstaunlich sicher und ausdauernd, so dass die Tour zu einem absoluten Erfolgserlebnis wurde. Zum Abschluss der Fahrt stand ein großes Grillfest auf dem Programm, bei dem sich die jungen Sportler stärken konnten. “Wenn es am schönsten ist, soll man gehen” lautete schließlich das Motto am nächsten Morgen. In umgekehrter Reihenfolge wurde die Heimreise angetreten, so dass die Gruppe am Freitagnachmittag wieder wohlbehalten am Iserlohner Bahnhof in Empfang genommen werden konnte. Siebzig Kilometer auf dem Fahrrad, dreißig Kilometer im Kanadier und unzählige Meter schwimmend legte die Iserlohner Truppe bei durchweg hochsommerlichen Temperaturen zurück. Auch die Unterkunft ließ auf dieser außergewöhnlichen Freizeit keine Wünsche offen. An diese Tour werden alle Beteiligten noch lange und gerne zurückdenken.
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