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Iserlohn.
Berlin und die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen bei Oranienburg waren am letzten Oktoberwochenende das Ziel einer Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener im Alter von sechzehn bis zwanzig Jahren aus dem Stadtteil Dröschede. Den Wunsch, ein ehemaliges Konzentrationslager zu besichtigen, äußerten die Jugendlichen nach dem Besuch einer Ausstellung zum Thema "Rechte Jugendkulturen".
Am Freitag, 28. Oktober, war es so weit. Begleitet von Fern Ströter und Frank Müller, Streetworker der Stadt Iserlohn, erreichte die Gruppe nach zirka sieben Stunden Fahrt das "Basislager", das Jugendgästehaus Nordufer, in Berlin. Nach kurzer Orientierung im Haus und Bezug der Zimmer ging es in die Berliner Innenstadt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wurde sie ausgiebig erkundet.
Der Samstagmorgen und -nachmittag standen ganz im Zeichen des Besuches der Gedenkstätte Sachsenhausen. Nach einer Einführung und einem Überblick über die Lagergröße begann die Führung durch die Gedenkstätte. Aus den geplanten zwei Stunden wurden schließlich dreieinhalb Stunden. Die Jugendlichen waren sehr interessiert und scheuten sich nicht, immer wieder Fragen zu stellen und zu diskutieren. Zur Vertiefung des Gesehenen und Gehörten nahmen die Jugendlichen das Angebot des Buchladens in der Gedenkstätte gerne an. Auf der Rückfahrt nach Berlin herrschte eine nachdenkliche Ruhe. Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung und so wurden unter anderem weitere Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor, der Reichstag, der Alexanderplatz, der Fernsehturm, der Potsdamer Platz, der Ku’damm, die Siegessäule und verschiedene Botschaften besichtigt.
Am Sonntagmorgen machte sich die Gruppe wieder auf den Rückweg. Ohne größere Komplikationen und Staus trafen alle wieder wohlbehalten gegen 17.00 Uhr in Iserlohn ein. Alle wünschten sich eine Wiederholung der Fahrt.
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